Finnland, Griechenland, Chile – und jetzt Dobersberg. In der Rallye-WM ist Thierry Neuville heuer die Nummer 1, fünfmal war er schon „Vize“, zwei Rennen vor Schluss liegt er 29 Punkte vor Ott Tänak. Doch am Samstag startet der Belgier bei der Herbst-Rallye im Waldviertel, die nicht einmal zur Staatsmeisterschaft zählt.
Drei Sattelzüge und über 30 Mitarbeiter hat Hyundai nach Dobersberg beordert, denn obwohl Neuville mit seinem Rally1-Boliden hier außer Konkurrenz fährt, ist das kein Spaß: „Die letzten Rallyes in der WM waren alle auf Schotter, der braucht jetzt Asphalt“, weiß Vize-Staatsmeister Hermann Neubauer, der im Citroën Rally2 aus heimischer Perspektive die besten Aussichten hat.
„Die nächsten zwei Rallyes sind auf Asphalt, da hat sich die Gelegenheit ergeben, uns hier mit dem Rally1-Fahrzeug vorzubereiten“, nickt der WM-Spitzenreiter. Denn schon ab nächsten Donnerstag erwarten Neuville bei der WM-Rallye in Oberösterreich, Tschechien und Bayern ähliche Vorraussetzungen wie am Samstag ab 7.50 Uhr im Waldviertel. „Es geht darum, sich im Auto wohlzufühlen.“ So bekommen die Fans in Österreichs „zweiter Liga“ – die Herbst-Rallye zählt zur Austrian Rallye Challenge – ein Stück WM.
Sogar Neubauer schwärmt, obwohl er 260 PS weniger mitbringt. „Das bringt sicher viele Leute ins Waldviertel, das wird auch sehenswert!“ Für den Salzburger gibt’s ebenfalls einiges zu sehen. Nämlich die Ideallinie: „Wo Thierry hinfährt, müssen wir auch hinfahren.“
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