09.03.2013 21:03 |

25. Bundesliga-Runde

Rapid daheim 2:2 gegen Mattersburg ++ Austria torlos

Österreichs Rekordmeister Rapid befindet sich weiter im Tief und ist nun schon seit sechs Runden sieglos. Die Hütteldorfer kamen am Samstagabend im Heimspiel der 25. Runde der tipp3-Bundesliga gegen Mattersburg nicht über ein 2:2 hinaus. Der zweite Wiener Großklub, die Austria, war bereits zuvor in Wiener Neustadt über ein torloses Remis nicht hinausgekommen. Auswärtssiege gab es bei den Duellen Ried - Sturm Graz (1:2) und Admira Wacker – Wolfsberg (0:1).

Rapid - Mattersburg 2:2
Wie schon bei der 1:2-Pleite bei Aufsteiger WAC hatte Rapid lange Zeit enorme Probleme damit, gegen einen defensiven Gegner, der die Räume eng macht, das Spiel zu gestalten. Besonders auffällig war dabei die Ideenlosigkeit der Grün-Weißen, deren Angriffsspiel trotz des Startelfdebüts von Marcel Sabitzer gegen die schwächste Auswärts-Elf der Liga nicht funktionierte. Neben Freistößen von Steffen Hofmann (11.) und Sabitzer (45.) sorgten nur noch zwei Aktionen der Hausherren in der ersten Hälfte für Gefahr im Strafraum der Mattersburger. Doch Borenitsch zeichnete sich auch in Duellen mit Sabitzer (31.) und Terrence Boyd (45.+3) aus.

Die Gäste nutzten dagegen gleich ihre erste Chance, nachdem Sonnleitner knapp vor der Strafraumgrenze Thorsten Röcher gelegt hatte. Bürger verwandelte den fälligen Freistoß mit einem perfekt über die Mauer gezirkelten Schuss ins Kreuzeck. Die Folge waren "Vorstand raus!"-Rufe von Rapid-Fans. Nach dem Wechsel kam es dann noch schlimmer für die Mehrzahl der 11.800 Zuschauer im Hanappi-Stadion: Nach einem Konter und toller Vorarbeit von Patrick Farkas jagte Gartner den Ball mit einem wuchtigen Schuss von der Strafraumgrenze in die Maschen.

Erneut brandeten "Vorstand raus!"-Rufe auf, die Stimmung erreichte den endgültigen Tiefpunkt. Rapid-Coach Peter Schöttel musste reagieren, brachte Torjäger Deni Alar für den defensiven Mittelfeldmann Harald Pichler und auf einmal erwachte Rapid für rund 20 Minuten. Nach Schrammel-Querpass staubte Boyd zunächst mit seinem elften Saisontor zum 1:2 ab. Der Stürmer leistete dann sechs Minuten später die Vorarbeit zum Ausgleich durch Alar. Dieser hatte in der 73. Minute noch eine große Chance auf den Siegtreffer, doch nach Burgstaller-Pass jagte er den Ball vom Elfer in die Wolken. Danach kam der Angriffselan der Rapidler wieder ins Stocken.

Wiener Neustadt - Austria 0:0
Die Austria hat erstmals im Frühjahr Punkte liegen gelassen - ausgerechnet beim Schlusslicht Wiener Neustadt. Die Gäste taten sich gegen einen taktisch diszipliniert agierenden Gegner von Beginn an schwer, die in Bestformation angetretenen Favoritner konnten ihre Überlegenheit kaum in Torgefahr ummünzen. Bei der besten Chance legte Tomas Jun für Philipp Hosiner ab, der aber drüber schoss (27.). Die Blau-Weißen tauchten einmal gefährlich vor Heinz Lindner auf, ein Schuss von Herbert Rauter aus der Drehung verfehlte das Ziel nur knapp (36.).

Peter Stöger reagierte auf die matte Vorstellung mit der Hereinnahme des zuletzt als Joker überzeugenden Roman Kienast. Auch mit einer zusätzlichen Offensivkraft blieb das Wiener Spiel aber ausrechenbar und ideenlos. Wr. Neustadt war offensiv zwar nicht mehr zu sehen, den Punkt verteidigten die dicht gestaffelten Niederösterreicher aber ohne großes Zittern. Bei der Austria mussten im Finish auch Hosiner und Jun für Tomas Simkovic und Dare Vrsic vom Platz. Am Geschehen änderte dies wenig. Im Gegenteil: Nach einem Eckball in der 93. Minute stand Daniel Wolf goldrichtig, Lindner rettete der Austria mit einem Reflex den Punkt.

Ried - Sturm Graz 1:2
Sturm Graz beendete seine Durststrecke: Die Grazer landeten mit einem 2:1 bei der SV Ried ihren ersten Sieg im Jahr 2013. Der Tabellenvierte rückte damit bis auf einen Punkt an den Dritten Rapid heran. Die Tore für Sturm erzielten David Schloffer (56.) und Richard Sukuta-Pasu (85.). Der eingewechselte Toni Vastic hatte vor 4.400 Zuschauern zwischenzeitlich für die Rieder ausgeglichen (70.). Die Grazer waren in der Anfangsphase die initiativere Mannschaft. Der statt Leo Kaufmann ins Team gerückte Martin Ehrenreich brachte den Ball nach Schloffer-Schupfer aber nicht mehr im Tor unter (21.). Nach Seitenwechsel schlug Schloffer nach Zuspiel von Tobias Kainz aus spitzem Winkel zu (56.).

Auf der Gegenseite verfehlte Marco Meilinger das Kreuzeck mit einem Schlenzer knapp (65.), ehe dem keine zehn Minuten davor eingewechselten Vastic nach schöner Ballannahme am linken Eck des Fünfmeterraumes der Ausgleich gelang. Das Ende der Rieder Durststrecke schien möglich, als Sturm-Regisseur Jürgen Säumel einen Schuss von Gernot Trauner vor der Linie klären musste (82.). Stattdessen bescherte Sukuta-Pasu den Grazern den ersten Sieg in diesem Jahr: Er erzielte nach einem Konter und unfreiwilligem Assist von Sturmpartner Rubin Okotie, der eigentlich das lange Eck anvisiert hatte, sein zehntes Saisontor (85.).

Admira Wacker - Wolfsberger AC 0:1
Die Admira ist wieder am Tabellenende anzufinden. Die Südstädter kassierten gegen den im Frühjahr noch unbesiegten Wolfsberger AC eine 0:1-Heimniederlage und fielen damit hinter Wr. Neustadt zurück. Für die Admira war die sechste Heimpleite in Folge bitter, zeigte sich die Elf nach dem 2:1-Befreiungsschlag in Graz in der Vorwoche doch hoch motiviert. Tito marschierte in der 9. Minute über das halbe Spielfeld und traf nach Doppelpass mit Stefan Schwab nur die Außenstange, acht Minuten später tauchte Issiaka Ouedraogo nach idealem Zuspiel von Schwab allein vor Christian Dobnik auf. Der WAC-Keeper hielt sein Team mit einer Fußabwehr aber im Spiel.

Der WAC versuchte drei Tage nach dem 1:1 gegen Salzburg zwar ebenfalls Akzente zu setzen, der ohne die gesperrten David De Paula und Christian Thonhofer angetretene Favoritenschreck kam aber nicht in die gefährliche Zone. Nur Sekunden nach dem Wiederanpfiff blieb die Admira bei einer Doppelchance von Schwab erneut glücklos. Dann leisteten sich die Südstädter den entscheidenden Fauxpas. Der in der 71. Minute eingewechselte Spanier Ruben Rivera traf nur vier Minuten später entscheidend für die Wolfsberger. Nach einem Fehler der Admira im Spielaufbau lieferten Michele Polverino und der ebenfalls eingetauschte Mario Kröpfl dabei die Vorarbeit.

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