Die Schweizer Eisenbahn (SBB) wird eine spezielle Software für ihr Zugpositionierungssystem, die vom russischen Anbieter Infotrans stammt, tauschen. Dabei spielen die Russland-Sanktionen wegen des Kreml-Krieges gegen die Ukraine auch eine Rolle.
Die Software dient der Erfassung von allfälligen Zustandsveränderungen der Schienenkörper und ist bei Spezialfahrzeugen im Einsatz. Die erfassten Daten gingen nicht auf Server von Infotrans oder in Russland, so die SBB. Die Daten seien sehr spezifisch und könnten ausschließlich für den Unterhalt des Schienennetzes genutzt werden. Dass die russische Software noch im Einsatz ist, bedürfe einer Ausnahmebewilligung des Schweizer Staatssekretariats für Wirtschaft.
Teurer Tausch
Der SBB entstehen durch den Tausch Kosten von umgerechnet einer guten Million Euro, berichtete die Schweizer Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die Schweizer Bahn hat demnach aber schon im Frühjahr 2022 und damit vor dem Schlagendwerden der Russlandsanktionen den Plan gefasst, vom Softwarelieferanten aus Russland unabhängig zu werden.
Hierzulande nicht im Einsatz
Die Österreichischen Bundesbahnen haben keine dahingehende Notwendigkeit: „Wir haben keine diesbezügliche Software in Verwendung“, sagte ein ÖBB-Unternehmenssprecher.
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