In der Ausstellung „DigiDic“ im Grazer Volkskundemuseum rufen Elisabeth Schimana und ihr Team vom Institut für Medienarchäologie zu einem sorgsameren Umgang mit unseren digitalen Daten auf. Ein Handbuch und Workshops sollen uns dabei unterstützen.
Wem nützen die Daten, die wir täglich dem World Wide Web anvertrauen, wem gehören sie? Ausgehend von diesen Fragen zeigt Künstlerin und Kuratorin Elisabeth Schimana, Leiterin des IMA – Institut für Medienarchäologie, im Grazer Volkskundemuseum die Ausstellung „DigiDic“. Sie stellt damit die nicht gerade beruhigende Entwicklung in Richtung Monopolisierung zur Diskussion und zeigt deren Gefahren auf.
Wir geben unsere Daten leichtgläubig her
Daten werden von milliardenschweren Unternehmen (wie Amazon, Meta, Google auf der einen; Shein, Temu oder TikTok auf der anderen Seite) nicht nur wie Gold gehandelt, sie bedeuten auch Macht. In China ist diese Macht bereits mit der Politik verknüpft und verdeutlicht, wie die Daten in diesem Zusammenspiel genützt werden: Totale Kontrolle, eine von Algorithmen errechnete Bedürfnisschaffungsmaschinerie und der Verlust jeglicher Privatsphäre sind die Folgen.
Mit „DigiDic“ sensibilisiert das IMA für diese Vorgänge, macht sie sicht- und durchschaubar und zeigt Möglichkeiten zur digitalen Selbstverteidigung auf. „Ein verantwortungsvoller Umgang mit unseren Daten wird immer wichtiger, zumal das Bewusstsein über die Risiken und Gefahren gering scheint“, sagt dazu auch Volkskunde-Chefin Claudia Unger.
Workshops und Handbuch
In der „DigiDic“-Sommerwerkstatt (22. bis 24. August) wird zudem mit von Eva Ursprung kuratierten Workshops, Vorträgen, Diskussionen und Konzerten das Thema künstlerisch beleuchtet und praktisch vertieft. Zudem gibt es in der Ausstellung ein Handbuch mit praktischen Tipps zum Schutz der digitalen Identität.
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