Es war nicht zu erwarten – und doch kam es nicht überraschend: Lukas Neumayer sorgte gestern für die erste große Sensation der „Generali Open 2024“. Nach 135 intensiven Minuten durfte der 21-jährige Salzburger nach einem 6:4, 4:6 und 7:6 gegen Sebastian Ofner seine Hände Richtung Tiroler Himmel strecken. „Der schönste Tag in meinem Leben!“
Den Lukas nach einer Berg- und Tal-Fahrt vor der berüchtigten Streif begehen durfte: Nach einem komfortablen 6:4, 2:0 spielte sein Kopf verrückt („passiert mir noch zu oft, dass ich billige Breaks kassiere“), Ofner witterte Morgenluft.
Doch der sichtlich angeschlagene rot-weiß-rote Topspieler lief in einem verrückten dritten Durchgang immer hinterher, konterte, verlor aber im Tiebreak. „Bitter. Aber ich hatte von Beginn an wieder Schmerzen.“ Das Haglund-Sydrom in beiden Fersen, in der linken jedoch stärker. „So macht’s auf Dauer keinen Spaß, schon gar keinen Sinn“, gestand Ofner, „nach Olympia muss ich mal schauen. Aber eine erneute Operation will ich keine.“ Trotz physischen und dadurch psychischen Handicaps freut sich „Ofi“ riesig auf die Spiele in Paris. „Ein Kindheitstraum.“
Wie das Achtelfinale von Kitz für Neumayer! Gegner wird US-Boy Moreno de Alboran sein, gegen den er 2022 in einem ITF-Finale gewann (6:4, 6:1 in Madrid). „Mit diesem Publikum bei meinem Lieblingsturnier – alles möglich.“
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