Schüler in Notlage

Am Weg zum Lido von Jesolo im Schnee gestrandet

Tirol
05.07.2024 08:32

Von Bayern sollte es über die Alpen in Tirol mit dem Fahrrad nach Italien zum Lido in Jesolo gehen. Eine deutsche Schülergruppe ist mit ihren Lehrern aber letztlich nicht im Badeparadies an der Oberen Adria, sondern am Berg – in rund 2000 Metern Seehöhe – gestrandet. Im Schnee! 

Während in Österreich die Sommerferien schon begonnen haben bzw. am Freitag in den letzten Bundesländern die Zeugnisse verteilt werden, müssen die Bayern noch etwas ausharren. Aber auch bei unseren Nachbarn stehen zum Finale des Schuljahres noch Projektwochen und Ausflüge am Programm.

So auch für eine Schulklasse aus Furth in Niederbayern: Bereits am Dienstag war die Schülergruppe in deren Heimat zu einer Alpenüberquerung mit dem Fahrrad aufgebrochen. Die elf Gymnasiasten wurden von zwei Lehrern und fünf weiteren Erwachsenen begleitet.

Tirol statt Jesolo: Mit dem Polizeihubschrauber mussten die Schüler vom Berg geflogen werden.
Tirol statt Jesolo: Mit dem Polizeihubschrauber mussten die Schüler vom Berg geflogen werden.(Bild: Christof Birbaumer)

Endstation in mehr als 2000 Metern Seehöhe
Ihre Reiseroute führte freilich auch durch Tirol – konkret durch das Zillertal. „Am Donnerstag wollte die Gruppe von Zell am Ziller aus über den Zillergrund und das 2662 Meter hohe Heilig-Geist-Jöchl ihr Tagesziel in Prettau in Südtirol erreichen“, so die Polizei. Doch daraus wurde nichts!

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Aufgrund der Schneelage ab einer Seehöhe von 2000 Metern – teils liegt dort noch ein halber Meter gefrorener Schnee – mussten sie ihre Räder tragen.

Die Polizei

Halber Meter gefrorener Schnee
Denn im Gegensatz zum Zielort Jesolo herrschen auf Tirols Bergen teilweise noch winterliche Bedingungen. „Aufgrund der Schneelage ab einer Seehöhe von 2000 Metern – teilweise liegt dort noch ein halber Meter gefrorener Schnee – mussten sie ihre Räder tragen. Und weil sich die Bedingungen am höchsten Punkt und auch auf der Südseite des Berges nicht besser darstellten, brach der Gruppenleiter die Tour ab und setzte einen Notruf ab.“ 

Bergung mit Polizeihubschrauber
Ein selbstständiger und sicherer Abstieg sei den erschöpften Gruppenmitgliedern aufgrund der fortgeschrittenen Tageszeit nicht mehr zuzumuten gewesen, so die Ermittler weiter.

Die 18 Personen wurden schließlich von der Besatzung des Polizeihubschraubers unverletzt geborgen und bei der Sulzenalm abgesetzt, wo sie von der Bergrettung Mayrhofen übernommen und sicher ins Tal begleitet wurden.

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