Geländewagen sind nicht nur Offroad-Arbeitstiere, sondern können auch als luxuriöse Prestige-Mobile dienen. Die Land-Rover-Submarke Defender addiert in ihrem neuen Top-Modell noch einen guten Schuss Fahrdynamik und tritt nun vor allem gegen die AMG-Varianten der Mercedes G-Klasse an.
Ausgewählte Kunden konnten den neuen Defender Octa schon seit einigen Wochen bei exklusiven Vorab-Premieren sehen. Einem breiteren Publikum präsentiert sich der Offroad-Bolide auf dem Goodwood Festival of Speed Mitte Juli. Kurz darauf öffnen die Bestellbücher für alle jene, die sich den mindestens 255.000 Euro teuren Edel-Allradler leisten wollen. Erhältlich ist ausschließlich die 110er-Variante, also der mittellange Viertürer.
Herzstück des nach dem klassischen Diamantschliff-Profil benannten Defender Octa ist ein 4,4-Liter-V8, den Land Rover von BMW bezieht und auch bereits in den Modellen der Range-Rover-Familie einsetzt. Im Defender gab es bislang nur den von den Briten selbst entwickelten 5,0-Liter-Achtzylinder, der aber langsam in Rente geschickt wird. Defender-Chef Mark Cameron streicht die Vorteile des bayerischen Triebwerks heraus: „Der speziell abgestimmte 4,4-Liter-V8-Mild-Hybrid-Twin-Turbo-Motor mit 635 PS liefert sofortiges Ansprechverhalten, Geschwindigkeit, außergewöhnliche Fahrbarkeit und eine höhere Kraftstoffeffizienz als jeder V8-Defender zuvor.“
Zweite wichtige technische Zugabe ist das sogenannte „6D Dynamics“-Fahrwerk, das bislang den Top-Modellen der Range-Rover-Reihe vorbehalten war. Seine hydraulisch verbundenen Dämpfer sollen die Karosserie auch bei schneller Fahrt immer in der Waage halten; auf die im schweren Gelände störenden Stabilisatoren kann dadurch verzichtet werden. Zudem wurden Böschungswinkel und Bodenfreiheit im Octa verbessert, die Karosserie liegt knapp drei Zentimeter höher als beim Standardmodell.
Auch optisch setzt sich der Octa von seinen Schwestermodellen ab, bleibt dabei aber vergleichsweise dezent. Blickfang sind die 23 Zoll großen Räder, für die extra die Radkästen vergrößert werden mussten. Außerdem erhält das Topmodell eine neugestaltete Front mit besserer Offroad-Tauglichkeit und eine vierflutige Auspuffanlage am Heck. Hinzu kommen zahlreiche kleinere Detail-Upgrades wie die in einem Bronzeton gehaltenen Abschleppösen oder eine spezielle Aluminiumlegierung für den Unterbodenschutz. Zwei Sonderlackierungen in Kupfer und Grün sollen auch aus der Ferne als Distinktionsmerkmal dienen, wer es noch spezieller mag, bestellt eine mattierende Lackfolie gleich mit. Im Zubehörkatalog finden sich darüber hinaus speziell gestaltete Anbauteile wie der Luftansaugschnorchel im Carbon-Look.
Direktester Wettbewerber des Briten ist die frisch geliftete Mercedes-AMG G-Klasse mit 585 PS und Preisen ab 295.000 Euro.
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