Der Tiroler Beachvolleyball-Star Martin Ermacora beendet mit dem Ende der laufenden Saison seine Karriere. Der 30-Jährige hat schon länger Verletzungsprobleme und kann nur mit Schmerzmittel spielen. Aufhören möchte er im September dann da, wo alles begonnen hat – in Innsbruck.
Der Entschluss steht schon seit längerem fest. Aber jetzt hat Martin Ermacora seinen Abschied vom Spitzensport bekannt gegeben. Der 2,03-Meter-Mann aus Natters musste aufgrund vieler Verletzungsprobleme in den vergangenen Jahren öfter pausieren. „Ich war seit 2017 immer wieder verletzt. Zudem konnte ich wegen großer Knieprobleme nur mit Schmerzmittel spielen“, erzählte der Tiroler: „Mein Körper signalisiert mir jeden Tag, dass es genug ist.“
Zuletzt hatte ihn ein Einriss der Patellasehne gehandicapt, ließ auch ein Antreten beim Nationscup in Lettland nicht zu. „Die verpasste Olympia-Qualifikation schmerzt zwar, aber sie ist kein Grund, dass ich aufhöre.“
Vielmehr zieht es Martin nach zehn Jahren in Wien zurück in die Heimat. „Ich will wieder in die Berge und in der Nähe meiner Familie und Freunden leben“, sagte er. Auch Freundin Kathi wird mitkommen.
Dazu will sich der Leistungssportler beruflich neu orientieren: „Ich habe das Sportmarketing für mich entdeckt und brenne darauf, in diesem Bereich zu arbeiten. Es gibt schon Kontakte, ich bin aber offen für alles.“
Abschiedstournee
Bevor es aber in die Sportler-Pension geht, macht der Beachvolleyballer noch eine Abschiedstournee. Anfang Juli will er mit Philipp Waller beim heimischen Pro Masters in Litzlberg am Attersee antreten, danach beim Elite16-Turnier auf der Worldtour in Wien (9. bis 14. Juli). Zudem stehen noch die Staatsmeisterschaften und als krönender Abschluss der Beachevent in Innsbruck (20. bis 22. September) an. „Da aufzuhören, wo alles begonnen hat, wäre perfekt“, meinte Ermacora.
Schöne Erinnerungen
Der block-starke Volleyballer nimmt viele schöne Erinnerungen mit. „Der erste Hauptfeld-Einzug in Klagenfurt, wo ich jahrelang Zuschauer war – da ging ein Kindheitstraum in Erfüllung. Und EM-Bronze 2019 natürlich“, sagte er: „Speziell waren auch die Medaillen auf der Worldtour und der Heimsieg in Innsbruck 2023.“
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.