So, 19. August 2018

Weihnachts-Falle

04.12.2012 12:10

Bundeskriminalamt mahnt zu Vorsicht bei Online-Einkauf

Achtung, Internet-Christkinder: Das Bundeskriminalamt mahnt zu Vorsicht beim Weihnachtseinkauf im Web. Straftaten via Computer hätten laut Sprecher Mario Hejl stark zugenommen. Die Gefahr, beim virtuellen Shopping einem Account-Hacker auf den Leim zu gehen oder sein Geld für nie gelieferte Ware einzubüßen, sei dementsprechend groß.

Die Alarmglocken sollten vor allem bei besonders günstigen Angeboten läuten. "Betrüger locken Käuferinnen und Käufer oftmals durch Schnäppchen im Internet an. Sie verlangen dazu die Bezahlung mittels Vorauskasse über verschiedene Wege wie zum Beispiel per Banküberweisung oder Money Transmitter", erläutert Hejl. "Von diesen Konten holen sich die Betrüger das Geld ab und verschwinden. Die Ware wird natürlich nicht geliefert."

Die Polizei empfiehlt daher alternative Bezahlsysteme wie Kreditkarten. Die dazugehörigen Daten sollten dabei über eine verschlüsselte Verbindung übertragen und niemals per Mail übermittelt werden. Sichere Websites sind an einer grün unterlegten Adresszeile oder Zertifikatszeichen erkennbar, sofern sich der Betreiber prüfen hat lassen.

Eine andere Möglichkeit seien seriöse Bezahldienste, bei denen die Bankdaten einmalig hinterlegt werden. Eine gute Variante sei zudem die Lieferung per Nachnahme. Sie sei zwar meist teurer, aber dafür bezahle man erst, wenn man das Paket schon in den Händen halte.

Account-Hacking bei Online-Auktionshäusern
Vorsicht ist laut Hejl auch bei Online-Auktionshäusern geboten. Betrüger ermittelten hier durch Phishing die Kennwörter von Mitgliedern, um dann unter deren Namen Waren anzubieten, die es überhaupt nicht gibt. Die Täter kassierten von den Käufern ab und verschwänden. Opfer seien aber auch die ahnungslosen Mitglieder, bei denen die Geschädigten die Lieferung reklamierten.

"Persönliche Angaben, Kreditkartennummern und Bankverbindungen können leicht in falsche Hände geraten. Mit einer gesunden Portion Vorsicht und diesem Basiswissen sind Internetnutzer aber gut gerüstet", sagte Claus Kahn vom Büro für Betrugs- und Wirtschaftsdelikte im Bundeskriminalamt.

Seine Tipps: Etablierte Unternehmen agieren auch online seriös, erkennbar am Impressum mit Anschrift der Firma, des Geschäftsführers oder einer Umsatzsteuer-Identifikationsnummer sowie klaren Geschäftsbedingungen. "Die Vertragsbedingungen für den Online-Einkauf sollten online abrufbar sein", so Kahn. Auf vielen Internetseiten würden Händler zudem von den Käufern beurteilt. Gute Bewertungen könnten ein Hinweis auf seriöse Geschäftspraktiken sein.

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