3200 Kilometer zu Fuß

Einmal die Donau entlang: Steirer auf Laufmission

Steiermark
04.05.2024 10:00
Porträt von Philipp Braunegger
Von Philipp Braunegger

Andreas Ropin aus Trofaiach startet ein Monsterprojekt: Er radelt zum Donauursprung und läuft den Fluss bis zur Mündung ins Meer ab. Seit drei Tagen ist der Steirer nun unterwegs und wird 3200 Meter zu Fuß zurücklegen. Nachhause geht‘s wieder am Fahrrad.

Der Werdegang von Andreas Ropin aus Trofaiach ist beeindruckend: Einst litt er unter Alkoholsucht, heute gilt er als Österreichs bekanntester Ultrabergläufer. Der Sport hat ihn „befreit“. So lief der 45-Jährige etwa schon in 24 Stunden siebenmal auf den Hochschwab, rannte in sechs Stunden auf den Mont Blanc, erklomm im Laufschritt in 36 Stunden sechsmal den Großglockner und umlief ganz Österreich in 72 Tagen.

Man nennt ihn auch „Rambo“
„Ich hab mir schon immer solche Projekte als Ziel gesetzt, mir sind schon die irrsinnigsten Aktionen eingefallen“, sagt Ropin, der eine Rad-Werkstätte betreibt und den alle nur „Rambo“ nennen, zur „Krone“. Und so eine verrückte Aktion startete er nun wieder: Vor drei Tagen begann mit Start in Trofaiach sein Projekt „Rambo runs the Donau“. Dabei will der Ultraläufer von der Ursprungsquelle der Donau im deutschen Donaueschingen bis zu deren Mündung am Schwarze Meer laufen.

Andreas Ropin „Rambo“ ist Bergläufer.
Andreas Ropin „Rambo“ ist Bergläufer.(Bild: Markus Nitsche)

„Ein Freund hat mich auf diese Idee gebracht. Er meinte, das passt zu mir. Das seh ich auch so“, lacht Ropin. Die unglaubliche Laufstrecke beträgt 3200 Kilometer. Und als wäre das nicht kurios genug, setzt Ropin noch eins drauf: „Ich hab ja auch das Rennradfahren für mich entdeckt. Daher bin ich von daheim bis nach Donaueschingen mit dem Rad zum Start gefahren. Das sind 600 Kilometer, 200 Kilometer pro Tag.“

Das Schwarze Meer als Ziel
Nun erst beginnt der Ultralauf, der den unverwüstlichen Steirer über Österreich, die Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Bulgarien und Rumänien ans Ziel führt: die Mündung der Donau ins Schwarze Meer. Damit hat Ropin aber immer noch nicht genug. Retour nach Trofaiach geht es nämlich auch wieder per Rad, das ein Freund für ihn am Schwarzen Meer bereithält.

Alle vier Tage macht „Rambo“ Pause, um sich in Unterkünften „aufzuladen“, wie er sagt. „Ich rechne, dass die ganze Tour um die 65 Tage dauert. Begleitfahrzeug hab ich keines dabei, nur einen Rucksack.“ Angst, dass ihm auf seinem Unterfangen etwas zustoßen könnte, hat er nicht: „Wennst‘ Angst hast, darfst erst gar nicht losstarten“, macht Ropin seinem „Rambo“-Prädikat einmal mehr alle Ehre.

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