Die Champions League startet heute mit den Viertelfinal-Begegnungen in die heiße Phase. Rekordsieger gegen Titelverteidiger: Real Madrid fiebert Duell mit Manchester City entgegen. „Großes Spiel für die Fußballwelt.“ Bayern steht gegen Arsenal unter Druck.
Ein paar peinliche Umfaller, einige spektakuläre Sensationen – am Ende sind die Riesen aber unter sich. Wieder einmal. Von den sieben Mannschaften, die zu Beginn der aktuellen Königsklasse den höchsten Marktwert aufwiesen, stehen sechs im Viertelfinale – einzig Manchester United (Platz fünf mit 882,3 Millionen Euro) scheiterte vorzeitig. Insgesamt rittern noch Spieler im Gesamtwert von über sieben Milliarden Euro um den Henkelpott.
Wiewohl das meiste Geld heute in Madrid daheim ist. Wo bei Real gegen Manchester City der drittteuerste den wertvollsten Kader empfängt. Und wo mit Jude Belingham und Erling Haaland zwei der drei teuersten Spieler der Welt am Platz stehen. Wert: Je 180 Millionen Euro, nur Paris-Star Kylian Mbappé kann da mithalten.
Ancelotti vs. Guardiola
Sportlich ist das Duell des Königsklassen-Rekordsiegers gegen den Titelverteidiger für viele schon das vorgezogene Finale. Nur zweimal in den letzten acht Jahren stand keiner der beiden im Endspiel. Was mitunter auch den Trainern geschuldet ist: Reals Carlo Ancelotti (coacht heute sein 200. Champions-League-Spiel) ist mit vier Titeln Rekordsieger, Citys Pep Guardiola hält bei drei. Schon in den vergangenen beiden Jahren kreuzten sich ihre Wege – mit unterschiedlichem Ausgang: Im Vorjahr setzte sich City im Halbfinale durch, demütigte Real im Rückspiel – 4:0. Vor zwei Jahren behielten hingegen die Spanier im Halbfinale die Oberhand. Gutes Omen für beide: Der Sieger dieser Duelle gewann danach auch den Titel.
„Ein großes Spiel für die Fußballwelt“
Vorteil Real: Die Königlichen hatten zuletzt spielfrei, neun Tage Zeit, um sich auf City vorzubereiten. Im Vergleich zum Vorjahr will Ancelotti mehr „Courage und Persönlichkeit“ seiner Elf sehen, die Vorfreude auf das Duell ist riesig: „Das ist ein großes Spiel für die Fußballwelt.“ Das sieht auch Guardiola so: „Das kann niemand leugnen.“
Bayern unter Druck
Unterdessen müssen die Bayern zu Arsenal – die Königsklasse ist für die Münchner die letzte Chance, die erste titellose Saison seit zwölf Jahren zu verhindern. Die Vorzeichen aber stehen schlecht: Während Arsenal am Wochenende an die Spitze der Premier League kletterte, ist in München Feuer am Dach: Pleiten gegen Dortmund und Heidenheim, Meistertitel futsch, laute Rufe nach einer vorzeitigen Entlassung von Trainer Thomas Tuchel. Der gibt sich kämpferisch: „Mit der richtigen Mentalität ist vieles möglich“. Arsenal, das in der Königsklasse alle Heimspiele ohne Gegentor gewonnen hat, will im Emirates den Grundstein für das erste Halbfinale seit 2009 legen. Trainer Mikel Arteta: „Der Teamgeist stimmt.“
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