Champagnerduschen, Jubeltrauben, eine Trainerin, die von ihren Spielerinnen in die Luft geworfen wird: Nach dem erstmaligen Meistertitel brachen bei St. Pöltens Basketball-Frauen alle Dämme. Manager Stefan Worenz evaluiert „Europacup-Traum“.
Die „Wölfinnen“ setzten sich am Sonntag daheim gegen Graz mit 71:64 durch, beendeten somit mit einem Gesamtstand von 3:0 vorzeitig die Finalserie. „Wir haben hart für diesen Erfolg gearbeitet“, strahlte SKN-Coach Lana Petrovic, „Ich bin super stolz auf die Mädels, denke, dass wir es am Ende mehr wollten.“
Während sich Anna Kolyandrova ein schönes Souvenir schnappte, das Korbnetz abmontierte, konnte Teamkollegin Nina Krisper ihr Glück nach dem Double-Gewinn kaum fassen. Verständlich! Der St. Pöltner-Damen-Verein wurde bekanntlich erst vor einem Jahr ins Leben gerufen. „Ich bin einfach nur sprachlos. Es war ja nicht mal sicher, ob ich spiele“, ging Krisper angeschlagen in die Partie. „Die Schmerzen halten sich in Grenzen, die Glücksgefühle überwiegen.“
Auch bei SKN-Frauen-Manager Stefan Worenz, der nun abwägen muss, ob man in der nächsten Saison erstmals auf internationaler Bühne am Blankett steht. „Der Euro-Cup wäre ein Traum, aber auch ein finanzieller Aufwand. Wir werden prüfen, was möglich ist“, sieht er einige Hürden.
„Für viele wäre das zeitlich ein Problem. Wir haben fast nur Halb-Profis.“ Die sich durch ihre Leistungen einen Platz im Konzert der Großen aber verdient hätten...
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