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Logan Sargeant:

„Ist der schwierigste Moment in meiner Karriere“

Formel 1
22.03.2024 18:48
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Bei Williams hängt der Haussegen schief. Weil Alexander Albon im Melbourne-Training crashte und der Rennstall das Auto vor Ort nicht reparieren kann, kein Ersatzchassis dabei hat, wurde Logan Sargeant vom Team gezwungen, seinen Boliden für’s restliche Wochenende Albon zu überlassen. „Das ist der schwierigste Moment, an den ich mich in meiner Karriere erinnern kann“, sagte der Amerikaner enttäuscht.

Damit ist das Wochenende in „Down Under“ für ihn vorzeitig beendet. „Es ist absolut nicht einfach, aber ich bin voll und gang für das Team da und werde auch an diesem Wochenende in jeder erdenklichen Weise dazu beitragen, das Maximum aus uns herauszuholen“, zeigte sich Sargeant dennoch als absoluter Teamplayer.

Bei den Usern im Netz kam die umstrittene Entscheidung übrigens gar nicht gut an. Einer schrieb: „Ich persönlich finde, wenn man einen Unfall mit seinem Auto baut, hat man es nicht verdient, jemand anderem das Auto wegzunehmen.“ Ein anderer Nutzer meinte: „Das ist so respektlos und unfair gegenüber Logan. Er hat etwas Besseres verdient.“

Alexander Albon crashte im Training, erhält für das restliche Wochenende den Boliden seines ...
Alexander Albon crashte im Training, erhält für das restliche Wochenende den Boliden seines Teamkollegen.(Bild: APA/AFP/Martin KEEP)

Albon: „Ich würde niemals wollen, dass so etwas passiert“
Und Albon? Dem plagt ein schlechtes Gewissen. „Ich muss ganz ehrlich sein und sagen, dass kein Fahrer seinen Platz aufgeben möchte. Ich würde niemals wollen, dass so etwas passiert“, sagte der Thailänder zur Team-Entscheidung. Logan sei „vom ersten Tag an ein absoluter Profi und ein Teamplayer, und es wird ihm nicht leicht fallen, das zu akzeptieren“, so Albon. „Meine einzige Aufgabe besteht jetzt darin, unser Potenzial an diesem Wochenende zu maximieren und mit dem gesamten Team zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass wir die bestmögliche Arbeit leisten.“

Williams-Teamchef James Vowles
Williams-Teamchef James Vowles(Bild: GEPA)

Williams-Teamchef James Vowles begründete die Entscheidung wie folgt: „Logan sollte nicht unter einem Fehler leiden, den er nicht gemacht hat, aber jedes Rennen zählt, wenn das Mittelfeld so eng ist wie nie zuvor, also haben wir die Entscheidung auf der Grundlage unserer besten Möglichkeiten getroffen, an diesem Wochenende Punkte zu holen.“

Und weiter: „Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, und wir können Logan nicht genug dafür danken, dass er sich so bereitwillig in den Dienst des Teams gestellt hat. Er ist ein echter Teamplayer. Dies wird ein hartes Wochenende für Williams, und wir werden uns nicht noch einmal in eine solche Situation begeben.“

„Absolut Inakzeptabel“
Für Vowles ist es „absolut inakzeptabel“, dass so etwas in der heutigen Formel 1 überhaupt passieren muss. „Aber es spiegelt den Rückstand wider, den wir im Winter hatten, und es zeigt, warum wir einen grundlegenden Wandel vollziehen müssen, um uns für die Zukunft besser aufzustellen“, erklärte er.

Bleibt abzuwarten, was Albon nun mit Sargeants Boliden leisten wird.

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