War verschwunden

Verwirrte Linzerin entband Baby allein auf der Straße

Österreich
31.07.2012 10:20
Eine verwirrte Frau hat in der Nacht auf Dienstag in der Linzer Innenstadt ihr Baby allein auf der Straße entbunden und in einem Buswartehäuschen abgelegt. Die 35-Jährige war zuvor nach einem Klinikaufenthalt mit ihrem Mann nach Hause gegangen, danach aber spurlos verschwunden. Erst in den frühen Morgenstunden wurden Mutter und Kind gefunden. Das kleine Mädchen ist wohlauf, die Frau wurde am Dienstag in die Landesnervenklinik Wagner-Jauregg überstellt.

Der Ehemann der gebürtigen Albanerin habe seine im neunten Monat schwangere Frau am Sonntag verwirrt am Boden liegend im Badezimmer gefunden und in die Landesfrauen- und Kinderklinik gebracht, so der Spitalsbetreiber gespag. Die Polizei geht von einem Sturz aus. Die Ärzte versicherten der werdenden Mutter zwar, dass das Baby wohlauf sei, die 35-Jährige machte sich aber dennoch große Sorgen. Möglicherweise hat sie diese Angst in eine psychische Ausnahmesituation versetzt.

Frau verschwand spurlos aus Wohnung
Am Montagnachmittag holte der Ehemann seine Frau wieder ab und brachte sie nach Hause, informierte das Klinikpersonal aber nicht darüber. Wenige Stunden später war sie dann auch aus der gemeinsamen Wohnung verschwunden. Ihren Kindern hatte die Frau offenbar erzählt, sie wolle zurück ins Krankenhaus, doch dort kam sie nicht an. Daher schaltete das Spital die Polizei ein - eine Suchaktion wurde eingeleitet, blieb aber ohne Erfolg.

Am Dienstag ging dann gegen 4.30 Uhr bei der Polizei ein Notruf ein: Eine Anrainerin der Lessingstraße meldete, dass eine verwirrte Frau bei ihr an der Tür geläutet habe. Als die Beamten eintrafen, war die Unbekannte aber bereits verschwunden.

Baby bei Bushaltestelle entdeckt
Bei einer Bushaltestelle in der Nähe entdeckte eine Bezirksinspektorin dann aber ein Bündel, in dem sich das Baby mit abgebundener Nabelschnur befand. Das Kind war schon stark blau angelaufen und wurde sofort einem Notarzt übergeben, der die Erstversorgung übernahm und das Baby ins Spital brachte.

Wenig später fanden die Beamten auch die Mutter - sie irrte im Bereich eines Kindergartens umher. Die 35-Jährige wurde ebenfalls ins Krankenhaus eingeliefert und am Dienstag in die Landesnervenklinik überstellt. Dem neugeborenen Mädchen geht es laut gespag gut. Es ist 50 Zentimeter groß und 3.040 Gramm schwer.

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