25.05.2012 18:20 |

Fall Heidrun Wastl

Leichensuche wird erst nach Detail-Planung fortgesetzt

Die Suche nach der Leiche der seit mehr als zehn Jahren vermissten Heidrun Wastl ist derzeit unterbrochen – sie soll erst dann fortgesetzt werden, wenn die Detail-Planung abgeschlossen ist. Es müsse nicht nur das 50 Hektar große Gelände bei Lanzenkirchen in der Buckligen Welt in Niederösterreich in Raster eingeteilt, sondern auch genau geplant werden, wie viele Leichenspürhunde und Polizisten zum Einsatz kommen, so Polizeisprecher Mario Hejl.

Am Freitag wurde der unter Mordverdacht stehende 41-jährige Tischler erneut einvernommen, um die Örtlichkeit, an der der angebliche tödliche Unfall passiert sein soll, besser lokalisieren zu können. Wastl war seinen Angaben zufolge bei einem Waldspaziergang mit dem Kopf auf einen Stein gestürzt, der Mann habe die Sterbende dann in Panik zurückgelassen. Wenn sich der Verdächtige kooperativ zeigt, was bisher laut Hejl der Fall sei, könnte er auch persönlich bei der Suche dabei sein. Darüber werde aber ebenfalls noch entschieden.

Mann galt schon 2002 als verdächtig
Der 41-Jährige befindet sich seit Donnerstagabend in der Justizanstalt Wiener Neustadt in Untersuchungshaft. Das Gericht sah nach einer mehrstündigen Haftverhandlung den "dringenden Tatverdacht" der Anklagebehörde bestätigt.

Der Mann galt schon ein Jahr nach dem Verschwinden der 37-Jährigen als Verdächtiger, weil er als Verfasser eines "Abschiedsbriefes" ausfindig gemacht worden war, der vier Tage nach dem Verschwinden der Frau bei deren Ehemann eingelangt war. Ein "tragfähiger Beweis für eine Täterschaft" konnte damals jedoch nicht erbracht werden.

Heidrun Wastl gilt seit dem 28. September 2001 als vermisst. Die Kindergartenhelferin wollte an jenem Tag ihren sechsjährigen Sohn um 11.30 Uhr von der Schule abholen, kam dort aber nie an. Sie wurde mittlerweile für tot erklärt. Seit einigen Monaten wird der Fall vom Cold-Case-Management im Bundeskriminalamt neu aufgerollt.

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