Fr, 20. Juli 2018

Sommertrend

25.05.2012 17:05

Gartenhaus und Pavillon als Stimmungshits

Zwischen hochherrschaftlich-elegant, praktisch-gemütlich und altmodisch-langweilig schwankte noch bis vor Kurzem das Image von Gartenhäusern und Pavillons. Mit dem neuen Romantik-Trend, der diesen Sommer nicht nur im Wohnzimmer, sondern auch im Garten Einzug hält, erleben beide Varianten der überdachten Rückzugsorte im Grünen eine Renaissance.

Raus aus den Berufsklamotten, rein ins Freizeit-Outfit und ab ins Gartenhaus oder in den Pavillon! So lautet das Trend-Motto des heurigen Sommers in puncto Freizeitgestaltung im eigenen Garten. Kleine Gartenhäuser bieten - wie auch ihre halboffene (und preislich meist günstigere!) Alternative, der Pavillon - unbestritten viele Vorteile. Richtige Planung und Nutzung im Alltag allerdings vorausgesetzt.

Gartenhaus oder Pavillon?
Bei der Entscheidung zwischen Gartenhaus oder Pavillon spielen in erster Linie Platzverhältnisse, preisliche Aspekte, etwaige Bauvorschriften und nicht zuletzt auch vorgesehene Nutzungen eine Rolle.

Ein Gartenhaus ist praktisch, denn nicht nur allfällige Gartengeräte können hier untergebracht werden, sondern das kleine, geschlossene Haus kann auch gut als "Not-Stauraum" eingesetzt werden. Allerdings liegt gerade im letzteren Punkt auch die größte Falle, von der viele Gartenhaus-Besitzer zu berichten wissen: Liebevoll aufgebaut, vielleicht einen Sommer lang auch tatsächlich als Relax- und Partyzone mit Freunden genützt, wird es in kürzester Zeit mit allen möglichen Dingen vollgestopft und ist so für andere Zwecke nicht mehr nutzbar. Angesichts der doch nicht gerade billigen Anschaffungskosten, heißt es daher: Ehrlich prüfen, ob tatsächlich Bedarf und auch Lust zur langjährigen Freizeitnutzung besteht.

Tipp: Gartenhäuser ruhig etwas größer planen (Bauvorschriften!) und eventuelle Zusatzfunktionen bedenken. Zum Beispiel: "Not-Gästezimmer" für Verwandte und Freunde nach Festen!

Wem es in erster Linie vor allem darum geht, ein gut geschütztes Plätzchen im Freien zu haben, an dem man sich auch an regnerischen Sommer-Nachmittagen oder bei Festen mit Freunden zurückziehen kann, ist man mit einem Pavillon gut beraten.

Achtung: Selbst ganz kleine Gebäude sind letztlich Gebäude und können daher den Vorschriften der Bauordnung unterliegen. Vor allem bei Gartenhäusern ist nicht selten eine Baugenehmigung erforderlich. Die Vorschriften variieren von Bundesland zu Bundesland. Vor der Anschaffung also ausführlich informieren, was man in welcher Größe auf seinem Grundstück aufstellen darf - und welche zusätzlichen Auflagen es eventuell noch gibt (z.B. Mindestabstände).

Vom poppigen Designhaus bis zur Marke Eigenbau
Bei Gartenhäusern steht heute ein besonders vielfältiges Produktangebot zur Auswahl. Das betrifft in erster Linie das Design: Vom traditionell-klassischen Häuschen bis hin zum bunten, kubusartigen Modell reicht die Palette.

Tipp: Bei der Entscheidung stets auch den Stil des Gartens bedenken – und ob das in die engere Wahl genommene Modell auch tatsächlich zu Wohnhaus und Gestaltung des Gartens passt. So trendig die modernen Design-Gartenhäuser beim Kauf auch wirken mögen, so unpassend können sie neben dem in die Jahre gekommenen Einfamilienhaus oder dem klassisch angelegten Garten wirken.

Die Preise für Gartenhäuser richten sich nach Anbieter, Material und Größe. Billig ist ein Gartenhaus jedenfalls nicht: Die kleinsten und relativ einfachen Modelle belaufen sich im Durchschnitt inklusive Lieferung und Aufbau auf rund 4.000 Euro, sparen kann man, indem man den Aufbau selbst durchführt.

Für ausgefallene, exklusive Modelle sind nach oben hin keine Grenzen gesetzt. So gibt es z.B. "Luxushäuser", die ab 3x3 Meter angeboten werden und sich in der billigsten Version gleich einmal auf 55.000 Euro belaufen.

Last, but not least, können ambitionierte Heimwerker ihr Gartenhaus auch selbst entwerfen und bauen. In vielen Baumärkten findet man sehr preiswerte Bausätze, die man je nach Modell nach eigenen Vorstellungen (und Können) ausgestalten kann.

Das beliebteste Material für Gartenhäuser ist Holz, wobei manche Anbieter auf Schichtholzplatten, andere wiederum auf Massivholz setzen.

Pavillons, Pavillons und Pavillons
In früheren Jahrhunderten galten Pavillons als der Inbegriff eines eleganten Gartens oder herrschaftlicher Parkanlagen. Nicht nur im europäischen Raum, sondern vor allem auch in Asien sind Pavillons in allen Formen und Stilrichtungen noch immer hoch begehrt.

Gartenpavillons sind ideal geeignet, um stark brennender Sonne und Regen im Garten entspannt zu trotzen. Auch bei Grillfesten bieten sie trotz plötzlichen Sommergewitters einen luftig-gemütlichen Rückzugsort.

Obwohl bis vor gar nicht langer Zeit geradezu Inbegriff eines eleganten Gartenlebens, gibt es heute bei Pavillons auch sehr viele günstige Modelle für unterschiedliche Nutzungszwecke.

Im Vergleich zum Gartenhaus ist ein Pavillon daher deutlich günstiger und auch flexibler. Vor allem sogenannte Falt-Pavillons, die je nach Bedarf leicht auf- und abgebaut werden können.

Einige Tipps für Gartenpavillons:

  • Untergrund: Auf geeigneten Untergrund achten. Auf Rollrasen darf kein Pavillon gestellt werden.
  • Fertigbausätze: Gibt es für Pavillons in vielen Formen und Ausführungen. Besonders beliebt sind vier- bis achteckige Modelle aus Holz oder Metall, die auch wie Mini-Wintergärten mit Glaswänden ausgestattet sein können. Gute Fertigbausätze sollten einfach aufzubauen sein. Daher nach Möglichkeit noch im Geschäft Nummerierungen der einzelnen Bauteile und Bauanleitungen prüfen!
  • Internet-Angebote: Es lohnt sich, im Netz auf Pavillon-Schnäppchenjagd zu gehen. Aber Achtung: Die Qualität kann bei diesen Angeboten sehr schwanken (besonders Dach). Auf Güte- und Prüfsiegel achten!
  • Moskitonetze: Die meisten Pavillons sind nicht mit Fenstern ausgestattet. Gelsenfrei und völlig entspannt kann man den abendlichen Garten nutzen, wenn umlaufende Moskitonetze den Pavillon vor den ungebetenen Gästen schützen.

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