Mi, 22. August 2018

Neue Tarife

01.05.2012 15:11

Öffi-Jahreskarte in Wien kostet ab sofort 365 Euro

Mit 1. Mai gelten für die Wiener Öffis neue Ticketpreise. Die Kernpunkte: Die Jahreskarte wurde mit 365 statt bisher 449 Euro deutlich billiger, Kurzfahrscheine wie das Wochenticket oder Einzelfahrscheine sind nun teurer. Für die Wiener Linien bedeuten die neuen Tarife Verluste auf der Einnahmenseite, sagte Geschäftsführerin Alexandra Reinagl, es gebe von der Stadt jedoch die Zusicherung, dass die "Investitionstätigkeit gesichert" bleibe.

Sprich: Die zu erwartenden Einnahmenausfälle werden durch Steuergeld kompensiert. Die entsprechende vertragliche Vereinbarung muss allerdings jedes Jahr neu verhandelt werden, räumte die Geschäftsführerin, die davon ausgeht, dass der Kostendeckungsgrad durch die Tarifänderungen von derzeit 60 auf 55 Prozent sinken werde, auf Nachfrage ein.

Passagierzuwachs prognostiziert
Dass die von Rot-Grün beschlossene Tarifreform unterm Strich weniger Geld durch den Ticketverkauf bringen wird, sei u.a. auf Verlagerungseffekte zurückzuführen. So rechnet Reinagl zwar damit, dass noch heuer die Zahl der Jahreskartenbesitzer über 400.000 steigen werde - derzeit sind es knapp 390.000 -, es aber gleichzeitig Rückgänge vorrangig bei Monats-, aber auch bei den Wochentickets geben werde. Zudem erwarten die Verkehrsbetriebe wohl einen Passagierzuwachs, dieser verursache etwa durch notwendige Intervallverdichtungen oder größeren Materialverschleiß aber auch höhere Kosten, hieß es.

Die Öffi-Tarife im Überblick
Die Jahreskarte kommt nun auf 365 statt 449 Euro, der Preis der Monatskarte sinkt von 49,50 auf 45 Euro. Teurer werden das Wochenticket (15 statt 14 Euro), die Acht-Tage-Karte bzw. "Klimakarte" (33,80 statt 28,80 Euro) sowie der Einzelfahrschein, der künftig mit zwei statt 1,80 Euro zu Buche schlägt. Bereits gekaufte Fahrscheine sind noch bis zum Jahresende gültig und können danach gegen Bezahlung des Differenzbetrags an allen Vorverkaufsstellen umgetauscht werden. Öffi-Sünder werden künftig ebenfalls härter belangt: Schwarzfahren kostet nun nämlich 100 statt 70 Euro.

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