Im Ski-Zirkus ist er (noch) keine allzu große Nummer, doch ist er der Hauptdarsteller eines Films, der bald in den USA für Furore sorgen könnte: Marc Rochat.
Der 30-jährige Schweizer hat bereits eine derart spannende Karriere erlebt, dass sein steiniger Weg nach oben verfilmt wurde. Slalom-Spezialist Rochat wurde in den vergangenen Jahren immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen, zwischen Dezember 2017 und Jänner 2019 schied er in 16 von 20 Weltcuptorläufen aus.
Auch privat war bei Rochat nicht alles eitel Sonnenschein. Als er 16 Jahre alt war, bekam seine Mutter die Diagnose Krebs. „Weil meiner Mama nach der ersten Chemotherapie viele Haare ausgefallen sind, habe ich ihr einen Millimeter-Schnitt verpasst. Obwohl ihr die Haare so viel bedeutet haben, hat sie in diesem Moment gelacht. Sie hat diese Krankheit als neue Erfahrung angenommen“, verriet der Skiprofi dem Schweizer „Blick“.
„Und deshalb habe ich in sportlichen Krisenzeiten immer wieder zu mir gesagt: Wenn Mama selbst in einer lebensbedrohlichen Situation gelacht und gekämpft hat, werde ich sicher nicht wegen ein paar Slalom-Ausfällen aufgeben“, so Rochat, dessen Mutter den Kampf gegen den Krebs glücklicherweise gewonnen hat.
Spielberg-Schüler verfilmt Rochat-Geschichte
Die Schweizer Regisseure Basil Schneeberger und Nolan Büchi haben den Slalom-Spezialisten im vergangenen Winter mit den Kameras begleitet. „Die Geschichte von einem hart kämpfenden Außenseiter wie Rochat ist für viele Konsumenten spannender als die Story von einem Seriensieger“, so Schneeberger, der in Kalifornien die Filmschule von Hollywood-Legende Steven Spielberg besucht hat.
Dass Rochat ausgerechnet im letzten Slalom der vergangenen Saison in Soldeu mit einem vierten Platz das beste Weltcupresultat seiner Karriere erreicht hat, beschert dem Film ein Happy End, das man nicht besser hätte planen können. Die Regisseure sind laut „Blick“ zuversichtlich, dass der Streifen namens „La Roche“ in den kommenden Monaten bei Film-Festivals in den USA für Furore sorgen wird.
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