E-Zigaretten gestohlen

Nachbarin filmt ungeschickten Dieb bei Einbruch

Wien
02.03.2023 17:01
Porträt von krone.at
Von krone.at

In dem Glauben, völlig unbeobachtet zu sein, brach ein Unbekannter am Donnerstag gegen 5 Uhr in der Früh in ein E-Zigaretten-Geschäft in der Wienerbergstraße 32 in Wien-Meidling ein. Reibungslos verlief der Diebstahl allerdings nicht. Zwei Versuche benötigte der Mann, um in den Laden zu gelangen, zudem hinterließ er am Tatort Blutspuren. Auch einer Zeugin blieb er nicht verborgen.

Sichtlich gelassen steckte der unbekannte Täter seine Beute auf offener Straße in den Sack. Wieso denn auch grundlos beeilen? In der Umgebung herrschte Totenstille, die Straße war um diese Zeit noch menschenleer. Auch eine Überwachungskamera war nirgendwo zu sehen. Beobachtet wurde der Dieb aber dennoch. Und zwar von der Nachbarin der Ladenbesitzerin. Clever wie die Frau war, wurde die Straftat von ihr auch gleich noch schnell mit der Handykamera aufgezeichnet.

Täter machte sich gemächlich aus dem Staub
Darauf zu erkennen: ein in Schwarz gekleideter Mann mit einem Rucksack der Marke Nike, der sich zuerst tiefenentspannt vom Tatort fortbewegt, bevor er sich nach ein paar Metern Entfernung dann doch überlegt, sich besser aus dem Staub zu machen. Die Videoaufnahmen mögen beim einen oder anderen für Belustigung sorgen, doch für die Besitzerin des Geschäfts ist das Problem bitterernst. Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr wurde in das Geschäft in der Wienerbergstraße eingebrochen. Gestohlen wurden hauptsächlich Einweg-E-Zigaretten.

Beim ersten Einbruchsversuch von Radfahrer aufgehalten
Laut Angaben der Zeugin soll der Täter bei dem Einbruch am Donnerstag äußerst ungeschickt vorgegangen sein. Bereits eine halbe Stunde vor dem eigentlichen Einbruch versuchte er in das Geschäft einzudringen, wurde allerdings von einem Radfahrer gestoppt. Erst nach dem zweiten Versuch gelangte er durch das Fenster in das Gebäude. Beim Einstieg durch das Fenster dürfte er sich dann auch eine Schnittwunde zugefügt haben, vor dem Laden waren Blutspuren zu erkennen.

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Da sieht man die steigende Armut der Menschen. Einige fühlen sich dazu gezwungen, Einbrüche zu begehen, um sich das Leben zu finanzieren.

Ladenbesitzerin

Eine halbe Stunde nach der Tat - um 5.30 Uhr - wurde dann auch die Ladenbesitzerin von der alarmierten Polizei in Kenntnis gesetzt. Die Geschäftsführerin zeigt sich zornig: „Es ist echt nervig, weil es das zweite Mal war. Da sieht man die steigende Armut der Menschen. Einige fühlen sich dazu gezwungen, Einbrüche zu begehen, um sich das Leben zu finanzieren.“

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