Nach zwei Jahren Corona-Pause lud die Industriellenvereinigung Tirol (IV) am Dienstag wieder nach Innsbruck zum Neujahrsempfang. IV-Präsident Christoph Swarovski sprach über zwei herausfordernde Jahre und fand Lob für die neue Landesregierung.
Für klare, faire Spielregeln und international einheitlich hohe Standards im Sozialbereich, bei Menschenrechten und im Umweltbereich sprach sich der Tiroler Industrie-Präsident Christoph Swarovski am Dienstag anlässlich des traditionellen Neujahrsempfanges der Tiroler Industriellenvereinigung aus, der nach zweijähriger Corona-Pause zum ersten Mal wieder im Innsbrucker Congress stattfand. Er zog Bilanz über das herausfordernde Jahr 2022 – aber auch das Jahr 2023 werde leider nicht minder herausfordernd sein.
Wenn immer mehr Menschen lieber Teilzeit arbeiten und an einem beruflichen Aufstieg nicht interessiert sind, dann liegt es auch am System.
IV-Präsident Christoph Swarovski
Mitarbeiterproblem lösen, Europa stärken
Stichwort Mitarbeiter: Dem müsse mit verbesserter Kinderbetreuung, qualifizierter Zuwanderung und vor allem der Belohnung von Leistung begegnet werden. „Es ist richtig, dass jenen geholfen wird, die sich nicht selbst helfen können. Wenn aber immer mehr Menschen lieber Teilzeit arbeiten und an einem beruflichen Aufstieg nicht interessiert sind, dann liegt es auch am System“, sagte er in Richtung Politik.
Stichwort starkes Europa: In der Corona-Krise und jetzt im Ukraine-Krieg zeige sich, dass Europa gegenüber den USA und China massiv an Wettbewerbsfähigkeit verliere. Dafür verantwortlich seien die hohen Energiekosten, die nicht nur mit dem Krieg zu erklären seien, sondern auch mit der Überregulierung, den Umweltauflagen und den CO2-Abgaben.
„Bedeutung der Industrie wird erkannt“
Abschließend gab es von Swarovski Lob für die neue Landesregierung: „Das Wort Industrie kommt im Koalitionsabkommen wesentlich öfter vor als früher. Das zeigt, dass auch in Tirol zunehmend die Bedeutung der Industrie für Arbeit und Wohlstand erkannt wird!“
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