Weil man zwar wichtige Nischen fülle, aber keine zentralen akademischen Studienrichtungen habe, möchte St. Pölten endlich eine Volluniversität. Mit einer Resolution erhöht man nun den Druck auf den Bund und sieht sich als wichtige Entlastung für Wien.
Mit der Fachhochschule, der NDU oder der Bertha-von-Suttner-Uni hat sich St. Pölten mit rund 5000 Studierenden bereits einen Ruf als Bildungshauptstadt erarbeitet. Nun möchte man aber einen Schritt weiter gehen und fordert eine Volluniversität. Mit einer im Gemeinderat beschlossenen Resolution erhöht man den Druck auf den Bund und hofft auf Unterstützung durch das Land.
Wichtige Entlastung
Mit dem derzeitigen Angebot fülle man vor allem wichtige Nischen und Spezialisierungen, zentrale akademische Studienrichtungen gebe es aber nicht. „Eine richtige Uni würde daher nicht in Konkurrenz zum Hochschulstandort stehen, sondern wäre eine logische Erweiterung“, betont Stadtchef Matthias Stadler. Zudem sieht man sich als wichtige Entlastung für Wien. „Durch Kürzungen und Einsparungen bei den klassischen akademischen Studienrichtungen und aufgrund des stetigen Anstiegs an Studierenden, sind die Universitäten - vor allem am Standort Wien - an ihre Kapazitätsgrenzen angelangt. Eine weitere Universität in St. Pölten würde bedeuten, dass die ohnehin überfüllten Studiengänge in Wien deutlich entlastet würden“, heißt es aus dem St. Pöltner Rathaus.
Glanzstoff oder Voith
Einen Standort hätte man für die Einrichtung bereits gefunden. „Das Areal der ehemaligen Glanzstoff würde sich vor allem durch die Nähe zur Fachhochschule und zur Suttner-Uni eignen“, meint Stadler. Auch das Gebiet der Voith könnte dafür genutzt werden.
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