Follower manipuliert

Acht Influencer wegen Anlagebetrugs angeklagt

Web
15.12.2022 13:03

Wegen angeblichen Anlagebetrugs sind in den USA acht Social-Media-Influencer von der Börsenaufsicht SEC angeklagt worden. Sieben von ihnen hätten sich auf Internet-Plattformen wie Twitter oder Discord als erfolgreiche Händler ausgegeben, um den Kurs bestimmter Aktien zu manipulieren, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Die achte Person habe mit ihrem Podcast Beihilfe zum Betrug geleistet. Den Schaden bezifferte die SEC auf 100 Millionen Dollar.

Laut Staatsanwaltschaft hatten die Männer ihren Followern börsengehandelte Wertpapiere angepriesen, ohne offenzulegen, dass sie bei steigenden Kursen verkaufen wollten. Die Influencer im Alter von 23 bis 38 Jahren posteten demnach „falsche, positive“ Informationen über die einzelnen Aktien, um „deren Preis künstlich in die Höhe zu treiben“, anschließend verkauften sie „heimlich“ ihre eigenen Aktien, nachdem der Kurs gestiegen war, und „verschwiegen“ diesen Schritt vor ihren Anhängern.

„Die Angeklagten nutzten ihre Glaubwürdigkeit in den sozialen Medien, um ihre eigenen Gewinne auf Kosten ihrer Follower zu maximieren“, so die Staatsanwaltschaft weiter. Die mutmaßlichen Straftaten fanden zwischen Jänner 2020 und April 2022 statt. Jeder der Beschuldigten zählte zuletzt mehr als100.000 Twitter-Follower. „Finanzverbrechen wie Wertpapierbetrug sind vielleicht nicht gewalttätig, aber sie sind sicherlich nicht ohne Opfer“, kommentierte der leitende FBI-Sonderagent James Smith in einer Mitteilung.

Joseph Sansone von der SEC ergänzte: „Die heutige Aktion entlarvt die wahre Motivation dieser mutmaßlichen Betrüger und dient als weitere Warnung, dass Anleger bei unaufgeforderten Ratschlägen, die sie online erhalten, vorsichtig sein sollten.“

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