Das - gelöste - Rätsel der zum Ende leeren Tribünen beim Auftaktspiel ; das - ungelöste - Rätsel um die Zuschauerzahl; und das Rätsel, warum die Elf des WM-Gastgebers so versagte. „Krone“-Reporter Peter Klöbl berichtet direkt aus Katar. Tenor: „Der Katarer geht heim, wenn er genug hat.“
Die „Krone“ berichtet aus Katar
Die FIFA bedankt sich bei 67.372 Zuschauern - da staunten beim WM-Auftaktspiel nicht wenige, als nach rund einer Stunde diese Zahl durchgesagt und auf der Anzeigetafel angezeigt wurde. Denn laut offiziellen Angaben des Weltfußballverbandes fasst das Al-Bay-Stadion nur 60.000 Zuschauer.
Ein Rätsel, das bis jetzt niemand auflösen konnte (oder wollte), eine offizielle Stellungnahme zu dieser Zahl gab es nicht - dafür konnte ein anderes Rätsel gelöst werden. Jenes nämlich, das weltweit für Aufsehen sorgte, vom Eröffnungsspiel in Erinnerung bleibt: die leeren Ränge gegen Ende des Spiels.
Nachfrage am Tag danach in Doha: Warum habt ihr Katarer das Stadion so früh verlassen, eure Mannschaft nicht mehr unterstützt, für diese irritierenden Bilder gesorgt? Verblüffend, dass die Menschen angesichts dieser Frage verblüfft sind: „Was ist daran falsch?“, stellt etwa Ahmed al Tiwal, der beim Spiel dabei war, eine Gegenfrage. „Der Katarer geht heim, wenn er genug hat, das ist zum Beispiel auch bei kulturellen Ereignissen so, für uns etwas ganz Normales. Deswegen kann uns doch niemand böse sein, auch ich bin früher gegangen - auch, um nicht wie bei der Anreise lange im Stau stehen zu müssen.“
„Können noch lernen“
Eine ehrliche Antwort und eine Sichtweise, die es zu akzeptieren gilt, mit Worten wie „Sportsgeist“ oder „Fair Play“ kann Ahmed nur wenig anfangen. Allerdings gibt er auch zu: „Wir können da von den großen Nationen sicher noch einiges lernen.“
Gilt auch für „sein“ Nationalteam. Die Mannschaft von Katar präsentierte sich zumindest beim Auftaktspiel als nicht WM-reif, erntete für die Vorstellung beim 0:2 gegen Ecuador viel Kritik - Wasser auf die Mühlen aller, die schon bei der Vergabe gemeint hatten, dass man einem Land wie Katar keinen Fixplatz geben darf.
„Tut uns leid“
Bis zum nächsten Spiel gegen den Senegal darf gerätselt werden, ob der Gastgeber noch in WM-Form kommt, der spanische Teamchef Felix Sanchez rätselt derweil noch über die Leistung bei der Auftaktpleite: „Es war offensichtlich nicht das, was wir uns erwartet haben, es tut uns leid, dass wir nicht zu dieser großartigen Atmosphäre und der Party beitragen konnten. Aber wir wussten, dass das passieren kann.“








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