Der Herbst ist eine Jahreszeit, die es faustdick in den Wanderstiefeln hat. Der Sommer ist vorbei, es ist nicht mehr so warm, die Luft ist klar, die Fernsicht gut und die Herbstfarben wunderbar. Nur der Hochnebel kann manchmal ein Spielverderber sein.
Wenn die Tage kürzer werden, die höheren Gipfel zum ersten Mal frisch verschneit sind, dann ist die herbstliche Wanderzeit gekommen. Das Schöne im Herbst: Man muss sich nicht vor Wärmegewittern fürchten. Denn diese entstehen an schwül-warmen Sommertagen, wenn die Sonne die Luft über Stunden hinweg aufheizt und sich am Nachmittag schließlich mächtige Wolkentürme aufbauen und in weiterer Folge als Gewitter entladen.
Im Herbst ist die Kraft der Sonne nicht mehr stark genug, Wärmegewitter treten nicht mehr auf.
Im Herbst gibt es aber einen anderen Spielverderber. Den Hochnebel!
In den zunehmend länger werdenden Nächten sammelt sich die kalte, schwere Luft in den Tälern. Die Sonne schafft es tagsüber nicht mehr für eine entsprechende Erwärmung und damit Durchmischung der Atmosphäre zu sorgen. Die kalte und teils feuchte Luft bleibt zäh liegen. Darüber streicht bei Hochdrucklagen wärmere Luft und genau an der Grenze zwischen der feucht-kalten unten und der trocken-warmen Luft oben bildet sich eine Wolkenschicht. Der Hochnebel.
Bei ruhigen Hochdrucklagen kann sich die Hochnebeldecke über Tage halten. Erst wenn die nächste Front mit Wind oder Abkühlung herannaht, löst sich der Hochnebel auf.
Wie weit der Hochnebel hinauf reicht ist oftmals schwer vorherzusagen. Mittlerweile sind die Prognosen der Meteorologen aber schon wirklich sehr gut.
Wer bei seiner Wanderung auf Nummer sicher gehen will, der wirft vor dem Tourenstart einen Blick aufs Handy oder den Computer. Denn seit einigen Jahren gibt es auf den Bergen unzählige Webcams, die Tag und Nacht gestochen scharfe Fotos machen. Da sich die Hochnebelobergrenze im Herbst tagsüber nur wenig verändert, kann man relativ leicht selbst abschätzen ob der geplante Gipfel im Nebel liegt oder nicht. Ist der Wunschberg in der Früh frei, bleibt er mit hoher Wahrscheinlichkeit auch am Nachmittag über der Nebelgrenze.
Grundsätzlich gilt:
Je später im Jahr desto stabiler der Hochnebel. Im Spätsommer oder frühen Herbst löst sich der Hochnebel oft noch auf und geht in flache Quellbewölkung mit Sichteinschränkung über.









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