Lukas Weißhaidinger ist beim Finale der Diamond League ein versöhnlicher Saisonabschluss gelungen. Österreichs Diskus-Ass musste sich am Donnerstag in Zürich mit 65,70 m nur dem slowenischen Topfavoriten Kristjan Ceh (67,10) geschlagen geben. „Es tut gut, mit einem Erfolgserlebnis aufhören zu können. 2022 war ein schwieriges Jahr“, sagte der Oberösterreicher. Der Olympia-Bronzemedaillengewinner hatte im Sommer als WM-Zehnter und EM-Neunter herbe Enttäuschungen erlebt.
Das Diamond-League-Finale vor 25.000 Zuschauern im ausverkauften Zürcher Letzigrund-Stadion, das für Weißhaidinger „wie eine Mini-WM“ ist, war daher ein würdiger Abschluss. „Und Zürich ist sowieso das schönste Leichtathletik-Meeting der Welt. So eine Stimmung hast du nirgendwo sonst“, betonte der 30-Jährige nach dem Finale der sechs Saisonbesten.
Jetzt freut sich Weißhaidinger auf eine Auszeit. „Ich gehe jetzt mal Wandern“, sagte er: „Dann freue ich mich auf die Vorbereitung für 2023. Der schlechte Nachgeschmack nach der EM ist weg.“ Coach Gregor Högler freute sich ebenfalls über das geglückte Finale. „Ich bin froh, dass Lukas verletzungsfrei geblieben ist und ganz vorne mitwerfen kann“, betonte er. Das Ziel für die kommende Saison ist jedenfalls klar: „Eine WM-Medaille.“
Allerdings habe man heuer gesehen, wie schwer das sein könne. Die Leistungen bei EM und WM lassen sich „technisch erklären“, sagte Högler: „Am Nervenkostüm ist es nicht gelegen. Wir haben insofern eine neue Situation, weil Lukas noch stärker geworden ist. Manchmal müssen wir bremsen, nicht noch zulegen.“ Das sei neu und daran müsse das Team nun arbeiten.
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