Die Krypto-Börse Crypto.com hat einer Frau in Australien versehentlich 10,5 Millionen statt lediglich 100 australische Dollar „zurückerstattet“ - und den Fehler sieben Monate lang nicht bemerkt. Per Gericht versucht die Plattform nun, ihr Geld zurückzubekommen.
Wie der britische „Guardian“ berichtet, hatte Crypto.com im Dezember 2021 bemerkt, dass es einer Frau in Melbourne sieben Monate zuvor statt 100 (rund 68 Euro) stolze 10,5 Millionen australische Dollar (7,15 Millionen Euro) zurückerstattet hatte, nachdem die Kontonummer der Frau versehentlich in dem Feld für den Zahlungsbetrag eingegeben worden war.
Crypto.com leitete daraufhin Anfang dieses Jahres rechtliche Schritte ein, um das Konto der Frau einzufrieren. Doch diese hatte einen Großteil des Geldes zu dem Zeitpunkt bereits auf andere Bankkonten überwiesen oder ausgegeben. 1,35 Millionen australische Dollar flossen demnach in ein Haus im Norden Melbournes, dessen Eigentumsrechte die Frau anschließend an ihre in Malaysia lebende Schwester übertrug.
Dankend erhalten
Auch gegen die Schwester wurden dem Bericht nach inzwischen rechtliche Schritte eingeleitet. Versuche, ihr Sicherstellungsbeschlüsse zuzustellen, blieben jedoch erfolglos, da sie nie auf E-Mails der Anwälte von Crypto.com reagierte. Die einzige Mitteilung, die dem Gericht zur Verfügung gestellt wurde, war demnach eine E-Mail-Antwort an die Anwälte der Crypto.com-Kundin in Australien mit dem Wortlaut „erhalten, danke“.
Da die Schwester auch nicht zum Gerichtstermin erschien, entschied ein Gericht nun, dass das Haus verkauft werden soll. Den Kaufwert des Hauses plus Zinsen in Höhe von mehr als 27.300 australischen Dollar soll die Schwester der Crypto.com-Kundin zurückzahlen. Die Krypto-Börse lehnte es laut „Guardian“ ab, das laufende Verfahren zu kommentieren.
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