Der großflächige Stromausfall vergangene Woche in Innsbruck führte vor Augen, was passiert, wenn plötzlich „nichts mehr geht“. Künftig will man sich besser für den Worst Case wappnen.
Plötzlich stand alles still! Ein Stromausfall – ausgelöst durch Umbauarbeiten beim Umspannwerk Ost – legte am Montag vor einer Woche im Großraum Innsbruck rund 140.000 Haushalte lahm. Ampelanlagen fielen aus, Straßenbahnen fuhren nicht mehr und Personen steckten in Aufzügen fest. Fast 45 Minuten funktionierte in der Landeshauptstadt so gut wie gar nichts mehr. Vielerorts herrschte sogar Panik!
„Mit blauem Auge davongekommen“
„Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen. Niemand wurde verletzt“, zog der für die Sicherheit zuständige Vize-Bürgermeister Johannes Anzengruber (ÖVP) in einer ersten Reaktion Bilanz. Dennoch sah er Verbesserungspotenzial und lud daher am Dienstag unter anderem Vertreter sämtlicher Einsatzorganisationen, Verkehrs- und Kommunalbetriebe sowie der Leitstelle und Klinik zu einem Sicherheitsgipfel. „Ein solcher Stromausfall ist nicht planbar und kann immer wieder vorkommen“, schilderte Anzengruber auf „Krone“-Nachfrage erste Details des Treffens.
Ein solcher Stromausfall kann wieder passieren. Wir wollen darauf noch besser vorbereitet sein. Vieles hat gut und reibungslos funktioniert, aber es gibt natürlich auch Dinge, die man verbessern kann. Mit einem Leitfaden wollen wir die Bürger vorbereiten.
Johannes Anzengruber (ÖVP), Vizebürgermeister und Innsbrucks Sicherheitsstadtrat
Vor allem dank des Behördenfunks habe die Kommunikation sehr gut funktioniert. „Wir haben gesehen, dass wir uns auf den BOS-Funk verlassen können, aber es gibt natürlich Optimierungspotenzial.“ Bereits länger geplante Blackout-Übungen im Herbst sollen dabei helfen.
Feuerwehren und Hauptfeuerwache als „Leuchttürme“
Etabliert habe sich vor allem das Blaulichtzentrum, wo sich alle örtlich vereint austauschen konnten. Mit einem Leitfaden möchte man die Bürger künftig auf den Worst Case vorbereiten und ihnen Verhaltensregeln aufzeigen. Die zehn Feuerwachen und die Hauptfeuerwache der Stadt Innsbruck sollen in akuter Not zu „Leuchttürmen“ werden. „Bei fehlenden Kommunikationsmöglichkeiten können die Menschen dann dorthin kommen“, betont Anzengruber.









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