Kapitänin im Interview

Schnaderbeck: „Ausrufezeichen in Richtung Europa!“

Frauen Fußball EM
16.07.2022 19:58

Österreichs Kapitänin Viki Schnaderbeck war vom Viertelfinaleinzug bei der EM in England überwältigt. Mit der „Krone“ sprach sie über harte Arbeit, ausgelassenes Feiern und das Duell gegen Deutschland

Die „Krone“ berichtet aus England

Krone: Viki, wie war der Tag nach dem 1:0-Sieg über Norwegen samt Viertelfinal-Ticket?
Schnaderbeck: Natürlich sehr erfreulich. Ich habe mich ausgeschlafen, bin am Pool unseres Hotels gelegen - und ich hatte Massagen und Behandlungen.

Deine Eindrücke vom Gruppen-Finale gegen ein an sich offensivstarkes Topteam?
Wir wollten es wie ein kleines Endspiel anlegen und waren stark. Ich hatte irgendwann den Eindruck, es passiert uns nichts. Nur die letzten fünf Minuten waren nicht mehr so gut, da hat Manu sehr gut gehalten.

Nach deinen Verletzungssorgen (Knie etc.) - macht dir der Erfolg doppelt Freude?
Dass ich live dabei bin, auch spielen kann, das muss ich genießen, voll auskosten. Ganz ehrlich: Ich habe von solchen Tagen geträumt. Nach diesen Erfolgen gibt es allen Grund zum Feiern.

Als ihr die Pressekonferenz gecrasht habt, hast du den Finger auf den Mund gelegt: Ein Zeichen an die Kritiker?
Wir haben mitbekommen, dass nach dem Nordirland-Sieg unser Feiern in Frage gestellt wurde. Man soll nicht vorurteilen. So sind wir eben. Wir werden uns nicht verstellen, haben gezeigt, dass Spaß und Erfolg gemeinsam funktionieren.

(Bild: AP)

Wie schätzt du den erneuten Einzug in die K.- o.-Runde, also die Top-8, ein?
Man darf es durchaus etwas als Überraschung sehen. Aber wir wissen, wozu wir in der Lage sind. Wir sind eine Mannschaft, die auf den Punkt genau dasein kann. Der neuerliche Viertelfinal-Einzug ist ein Ausrufezeichen in Richtung Europa.

Und jetzt wartet just der Erzrivale und EM-Rekordsieger Deutschland
Das ist eine Topnation, die bisher sehr deutsch, also solide und hocheffizient, aufgetreten ist. Das wird sehr viel Brisanz bringen, von außen auch eine gewisse Rivalität. Aber wir haben in einem Bewerb noch nie gegeneinander gespielt.

2017 ging’s ja gleich bei der Premiere in das Halbfinale - schöpft ihr daraus Kraft?
2017 war wunderbar. Aber jetzt ist es anders, auch eine super schöne Zeit. Diesmal war die Gruppe stärker - und wir sind wieder weiter. Den Erfolg so zu bestätigen, das ist überragend.

Welche Rolle spielt Teamchefin Irene Fuhrmann, vor fünf Jahren noch „Co“?
Das gesamte Trainerteam um Irene bleibt immer bei sich selbst. Mit sehr viel Arbeit und Einsatz. Ganz gleich ob bei einem Testspiel gegen Mazedonien oder eben jetzt in Zeiten des großen Erfolges. Das ist schön zu sehen.

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(Bild: KMM)



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