
Etwas ungewöhnliche Besucher mischen sich unter die 180.000 Musik-Fans am Salzburgring: die Festival-Seelsorger von der katholischen und evangelischen Kirche.
24 Mitarbeiter zählt die „mind full crew“, die beim beliebten Großevent für jeden ein offenes Ohr hat. „Wir sind da, wenn jemand reden möchte“, erzählt Anna Tiefenthaler, die in diesem Jahr zum ersten Mal mit dabei ist. Am Donnerstag übernimmt sie gleich eine Spätschicht. „Wir arbeiten in zwei Schichten. Die eine geht von 11 bis 19 Uhr, die andere von 19 bis 3 Uhr“, erklärt Seelsorger Florian Huber.
Für den 32-Jährigen ist die Aufgabe nichts Neues. Bereits 2019 war er am „Electric Love Festival“ als Seelsorger unterwegs. Er freut sich, 2022 wieder mit von der Partie zu sein. Von oberflächlichen Gesprächen bis hin zu tiefgründigeren sei laut Huber und Tiefenthaler alles dabei. „Es geht einfach darum, dass wir ein offenes Ohr haben“, so Tiefenthaler. Vorab absolvierten die 24 Mitarbeiter, die zum Teil auch ehrenamtlich vor Ort sind, eine eigene Ausbildung. „Und wir bekamen eine Einschulung zu ‘Ist Luisa hier?‘. Das ist uns sehr wichtig, weil bereits in den vorigen Jahren beschäftigte uns als Seelsorger dieses Thema“, erzählt Huber. Diese Frage dient als Code, um bei sexueller Belästigung oder Bedrohung unabhängig und sofort Hilfe zu bekommen.
„Weil die Kirche ist für alle Menschen da“
Die emphatischen Mitarbeiter stehen in Kooperation mit den Festivalveranstaltern und freuen sich, dass das Angebot von vielen genutzt wird. „Am Anfang halten viele noch Abstand, immerhin sind wir ja von der Kirche, aber sobald das Eis gebrochen ist, entstehen gute Gespräche“, sagt Tiefenthaler.













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