06.07.2022 06:01 |

Hab und Gut verloren

Blitz setzte Haus in Brand: „Wir sind obdachlos“

Ein Blitzeinschlag verwandelte das Haus der Familie Ofner in Edelschrott (Steiermark) während eines Unwetters in ein loderndes Inferno. Die Familie verlor dabei ihr gesamtes Hab und Gut.

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Seit 1992 wohnte Franz Ofner mit seiner Frau in einem Einfamilienhaus im weststeirischen Edelschrott. „Jetzt sind wir obdachlos“, erklärte er am Tag nach dem Blitzeinschlag, der sein Leben komplett auf den Kopf stellte.

„Plötzlich hat es gescheppert“
Am Montag zogen schwere Unwetter über weite Teile der Steiermark - so auch über die Gemeinde Edelschrott. Gegen 18.30 Uhr befand sich der Hausherr im Wohnzimmer, während seine Ehefrau im Obergeschoss gerade die Wäsche zusammenlegte.

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Du versuchst in diesem Moment nur noch den Hund rauszuholen und vielleicht ein paar Dokumente.

Franz Ofner

„Plötzlich hat es gescheppert. Dann hat meine Frau schon geschrien, dass es brennt“, schildert Ofner die bangen Momente. „Wir sind sofort nach draußen, aber da hat es schon geraucht, und überall waren Flammen. Du versuchst in diesem Moment nur noch den Hund rauszuholen und vielleicht ein paar Dokumente. Aber das war’s dann auch.“

Löscharbeiten bis tief in die Nacht
Wenig später trafen drei Feuerwehren der umliegenden Gemeinden mit insgesamt 25 Mann ein, um den Flammen Herr zu werden. Das Feuer hatte sich trotz des Regens zu diesem Zeitpunkt bereits über den gesamten Dachstuhl ausgebreitet. Die Löscharbeiten dauerten bis Mitternacht an.

Ofner tröstet sich damit, zumindest mit dem Leben davongekommen zu sein: „Wir konnten uns alle ins Freie retten. Wenn auch nur mit dem, was wir gerade anhatten.“ Zu retten war von seinem Besitz nicht mehr viel, als er tags darauf in sein Haus zurückkehrte.

Viele Häuslbauer verzichten auf Blitzableiter
Blitzeinschläge sorgen hierzulande für immer größere Schäden: „2021 gab es in der Steiermark 214 zündende Blitzschläge. Die Gesamtschadenssumme betrug 2,2 Millionen Euro“ weiß Herbert Hasenbichler von der Landesstelle für Brandverhütung.

Blitzableiter sind erst ab einer Wohnfläche von 400 Quadratmeter gesetzlich vorgeschrieben, aus Kostengründen verzichten immer mehr Häuslbauer darauf: „Dabei liegt die Wahrscheinlichkeit, dass damit ein Blitz sicher abgeleitet wird, bei über 90 Prozent.“

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