„Krone“-Kolumne

Rapid: Wenn „Kapitäne“ meutern

Fußball National
26.05.2022 07:18

„Krone“-Reporter Rainer Bortenschlager schreibt in seiner Kolumne über meuternde „Kapitäne“ bei Rapid.

„Wir haben uns wieder eingeschworen, die, die noch übrig sind, werden sich für Rapid zerreißen.“

Trainer Ferdinand Feldhofer spricht mit versteinerter Miene. „Aus taktischen Gründen werde ich keine Namen nennen.“ Nicht notwendig, man - auch WSG Tirol - weiß Bescheid.

(Bild: GEPA)

Der nächste Akt im Hütteldorfer Drama: „Wenn Verträge nichts wert sind.“ Taxi Fountas machte den Anfang, streikte sich in die USA. Seit Montag sind Filip Stojkovic und Srdjan Grahavoc kein Teil der Mannschaft mehr. Feldhofer: „Alle haben Vertrag, aber es ist schwer, jemanden zu zwingen, der nicht bereit ist.“

Rapid wollte Stojkovic, drei Jahre ein verlässlicher Rechtsverteidiger, halten, hätte ihn - in der neuen Gehaltsstruktur - zum Topverdiener gemacht. Der 29-Jährige wollte (viel) mehr. Jetzt geht er mit einem Knall. Vielleicht zum LASK. Und Grahovac, immerhin acht (!) Jahre Rapidler, wie Stojkovic oft sogar Kapitän, nahm vor zwei Wochen die Blumen zum Abschied, meldet sich nun aber als „Dank“ für das Play-off nicht fit ...

(Bild: GEPA)

„Ich bin schwer enttäuscht“, sagt Sportchef Zoki Barisic. „Aus medizinischer Sicht ist nichts. Aber ich kann nicht in ihre Körper reinschauen, wie groß die Schmerzen sind. Es ist wichtig, dass du einen guten Charakter in der Mannschaft hast.“ Das sagt alles.

Ach ja, Kelvin Arase, der zu Karlsruhe geht, ist heute auf dem Tivoli auch nicht dabei, konnte seine Zahn-OP nicht verschieben. Der zehnte Ausfall rund um Ferdy Druijf und Co. Wobei der Niederländer ein Vorbild ist, weil er seine Knieprellung lange „ignorierte“, über die Schmerzgrenze ging ... bis gar nichts mehr ging.

Ferdy Druijf (Bild: GEPA )
Ferdy Druijf

Druijf soll nächste Saison wieder kommen, um zu bleiben. Das Erreichen der Conference League, auch der Gruppenphase, hat laut Barisic auf „meine Planungen keinen Einfluss“. Es ist vor allem ein sportliches Ziel. Feldhofer wünscht sich für heute nur eines: „Wir müssen Mentalität zeigen.“

Für viele Rapidler selbstverständlich. Die anderen sind jetzt nicht mehr da.

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(Bild: KMM)



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