07.04.2022 19:08 |

FIA nun gefordert

VW-Aufsichtsrat gibt grünes Licht für F1-Einstieg

Audi kann seine Formel-1-Pläne weiter verfolgen. Der Aufsichtsrat der Volkswagen AG bestätigte in seiner Sitzung am Donnerstag Pläne des Autoherstellers für einen Einstieg. Damit habe das Unternehmen „grundsätzlich die Möglichkeit, 2026 in die Königsklasse des Motorsports einzusteigen“, um dort „Vorsprung durch Technik“ zu demonstrieren", teilte Audi auf dpa-Anfrage mit.

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

Eine Entscheidung für einen Einstieg sei aber noch nicht gefallen, man befinde sich „in der finalen Phase der Bewertung“. Das Formel-1-Reglement ab 2026 liegt noch nicht vor. „Es sieht weitreichende Änderungen für einen nachhaltigeren Sport vor und ist Voraussetzung für einen möglichen Einstieg von Audi“, hieß es. Hierbei sei Audi im Austausch mit dem Automobil-Weltverband FIA.

Schon seit Monaten werden die VW-Konzerntöchter Audi und Porsche mit einem Formel-1-Einstieg in Verbindung gebracht. In Vorgespräche über das künftige Reglement waren Delegationen schon eingebunden.

Die Formel 1 will interessierten Herstellern mit einem Regelkompromiss entgegenkommen. Ab 2026 sollen die Hybrid-Motoren mit 100 Prozent nachhaltigem Kraftstoff betrieben werden. Der Verbrenner im Aggregat soll nur noch 50 Prozent der Leistung beitragen, der Rest ist elektrisch. Das passt zur künftigen Ausrichtung der Auto-Branche.

Zudem hat man sich auf ein Ende des teuren und komplexen Motorenbausteins MGU-H verständigt, der aus der Abgaswärme des Motors Energie zurückgewinnt. Der Automobil-Weltverband hatte dazu im Dezember 2021 eine Blaupause veröffentlicht.

Audi-Chef Markus Duesmann reizt ein Einstieg in die Königsklasse. Der Diplom-Ingenieur hat selber Formel-1-Vergangenheit. Er war früher Entwicklungschef bei Mercedes, später verantwortete er die Abteilung Antriebe bei BMW. „Wenn die Formel 1 nachhaltiger wird, könnte sie für Audi interessant werden“, hat Duesmann wiederholt eingeräumt.

Audi wird mit einer Übernahme der britischen Sportwagenmarke McLaren, die auch in der Formel 1 mit Mercedes als Motorenpartner vertreten ist, in Verbindung gebracht. Porsche wird als möglicher Partner von Red Bull um den aktuellen Weltmeister Max Verstappen gehandelt.

krone Sport
krone Sport
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Samstag, 21. Mai 2022
Wetter Symbol