Mi, 15. August 2018

French Open

29.05.2011 22:28

Djokovic und Federer steuern auf Halbfinalduell zu

Die Tennis-Giganten Novak Djokovic und Roger Federer steuern auf ein Duell im Halbfinale der French Open zu. Am Sonntag brachten beide ihre Achtelfinal-Partien ohne Satzverlust hinter sich. Der Serbe Djokovic (Nr. 2) setzte sich gegen den Franzosen Richard Gasquet (13) 6:4, 6:4, 6:2 durch, Federer (3) ließ seinem Schweizer Landsmann Stanislas Wawrinka (14) mit 6:3, 6:2, 7:5 keine Chance. Bei den Damen schied mit Wera Swonarewa auch die Nummer drei aus.

Die Russin unterlag ihrer als Nummer 14 gesetzten Landsfrau Anastasia Pawljutschenkowa 6:7(4), 6:2, 2:6, womit sie den schon vor ihr ausgeschiedenen Caroline Wozniacki (DEN-1) und Kim Clijsters (BEL-2) ins Aus folgte. Noch nie zuvor in der Offenen Ära bzw. seit 1968 sind die Top Drei vor dem Viertelfinale ausgeschieden. Bei anderen Grand Slams war das lediglich 1997 in Melbourne sowie 2008 in Wimbledon der Fall.

Schiavone könnte Vorjahres-Coup wiederholen
Die 19-jährige Pawljutschenkowa spielt nun in ihrem ersten Grand-Slam-Viertelfinale gegen die Titelverteidigerin um ein Halbfinal-Ticket, denn Francesca Schiavone behielt gegen die Serbin Jelena Jankovic (10) 6:3, 2:6, 6:4 die Oberhand. Aufgrund des bisherigen Favoritensterbens ist die auf Position fünf eingestufte Italienerin also auf einem guten Weg, ihren Vorjahres-Coup zu wiederholen. Nur die Weißrussin Wiktoria Asarenka ist als Nummer vier besser als Schiavone gesetzt.

Die Französin Marion Bartoli (11) profitierte von der Aufgabe von Gisela Dulko wegen einer Oberschenkelverletzung, lag gegen die Argentinierin aber ohnehin 7:5, 1:0 in Front. Die letzte Lokalmatadorin im Bewerb trägt damit weiter die Hoffnungen auf einen heimischen Titelgewinn. Ihre nächste Gegnerin ist Swetlana Kusnezowa (13), die Russin wies mit der Slowakin Daniela Hantuchova die Wozniacki-Bezwingerin 6:7(6), 6:3, 6:2 in die Schranken.

Roger Federer mit neuem Grand-Slam-Rekord
Federer drohte in einer Neuauflage des Australian-Open-Viertelfinales nur bei 1:4 in Durchgang drei ein Satzverlust, kämpfte sich gegen seinen Partner als Doppel-Olympiasieger jedoch noch zurück und beendete das Match mit einem Ass. Mit seinem 28. Grand-Slam-Viertelfinale in Folge sorgte der 29-jährige Weltranglisten-Dritte für einen neuen Rekord, überflügelte US-Legende Jimmy Connors.

"Ich habe ein sehr gutes Match gespielt", meinte Federer. "Die ersten beiden Sätze waren exzellent. Mein 28. Viertelfinale in Folge ist toll, aber damit alleine gewinne ich nicht das Turnier. Aber natürlich möchte ich noch weiter kommen." Sein Viertelfinalgegner wird erst am Montag ermittelt, nachdem die Partie zwischen dem Franzosen Gael Monfils ((9) und dem Spanier David Ferrer (7) bei 6:4, 2:6, 7:5, 0:2 aus Sicht des Franzosen wegen Dunkelheit vertagt wurde.

Bestmarke von John McEnroe wackelt
Djokovic' Erfolg war sein heuer schon 41., womit ihm nur noch einer auf den Start-Rekord des US-Amerikaners John McEnroe (1984) fehlt. Der Weltranglisten-Zweite hält nun bei insgesamt 43 Siegen in Serie. In dieser Wertung hat der Gewinner von sieben Turnieren in dieser Saison nur noch den Argentinier Guillermo Vilas (46) und den US-Amerikaner Ivan Lendl (44) vor sich. Mit seinem Viertelfinal-Los muss der Australian-Open-Sieger zufrieden sein, geht es doch gegen Fabio Fognini.

Der Italiener kämpfte sich gegen den Spanier Albert Montanes nach Abwehr von fünf Matchbällen und 4:22 Stunden trotz einer Oberschenkelblessur mit 4:6, 6:4, 3:6, 6:3, 11:9 in sein erstes Major-Viertelfinale. Djokovic benötigte gegen Gasquet hingegen nur 1:47 Stunden. "Ganz so einfach habe ich es mir nicht vorgestellt, aber ich hatte schon zu arbeiten", erklärte der 24-Jährige. "Mein Level war wieder höher als zuletzt, was mich glücklich macht."

Mit Peya letzter Österreicher ausgeschieden
Aus österreichischer Sicht schied mit Alexander Peya der letzte Vertreter aus. Der Wiener zog im Doppel-Achtelfinale an Seite des Deutschen Christopher Kas gegen das Nummer-2-Duo Max Mirnyi/Daniel Nestor (BLR/CAN) 3:6, 4:6 den Kürzeren. Auf der Nachwuchsfront schafften Barbara Haas und der als Nummer 14 gereihte Dominic Thiem den Einzug in die zweite Runde.

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