18.02.2022 18:00 |

FAIR-TOO-Tassen

Eine Bewegung, um das Miteinander zu fördern

Dieter Reiter (59) war mit einem eigens konzipierten Schuhtrockner-System im Profifußball tätig. Bis ein Herzinfarkt 2014 alles auf den Kopf stellte. Seither prägen Werte sein Leben.

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Geboren im deutschen Heidelberg, mit fünf Jahren nach Wiesing in Tirol gezogen und nun in Kuchl in Salzburg wohnhaft: Reiter ist nicht nur privat, sondern vor allem auch beruflich sehr viel herumgekommen. „Ich habe im elterlichen Betrieb - einer Maschinenschlosserei - eine Lehre absolviert und ab 1991 auf selbstständiger Basis gearbeitet“, schildert er.

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Es gab keine Maschine, die die nassen Fußballschuhe getrocknet hat.

Dieter Reiter

Schuhtrockner als Inovation
Seine Leidenschaft galt aber auch dem Fußball, er war selbst als Hobby-Kicker aktiv und vermisste damals eine Sache: „Es gab keine Maschine, die die nassen Fußballschuhe getrocknet hat.“ Daher entwickelte er mit seinem Vater kurzerhand ein eigens konzipiertes Schuhtrockner-System, mit dem er sowohl in der deutschen als auch österreichischen Bundesliga durchstartete. Vereine wie Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen, Red Bull Leipzig, WSG Tirol und SK Sturm Graz zählten zu seinen Kunden.

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Ich war auf geringfügiger Basis dann drei Jahre als Schulbusfahrer tätig und erlebte dabei mit, wie Kinder – auch mit körperlicher und geistiger Behinderung – gemobbt wurden.

Dieter Reiter

Nach Herzinfarkt Leben umgekrempelt
„Rund zehn Jahre war ich unterwegs, bis ein einschneidendes Erlebnis passierte: Ich erlitt einen Herzinfarkt“, erzählt Reiter. Zu viel Arbeiten und ein zu ungesunder Lebensstil seien dafür mitverantwortlich gewesen. „Ich musste mit 51 Jahren in Pension gehen, krempelte mein Leben um“, schildert er, „auf geringfügiger Basis war ich dann drei Jahre als Schulbusfahrer tätig und erlebte dabei mit, wie Kinder - auch mit körperlicher und geistiger Behinderung - gemobbt wurden.“

Name ist in 28 Staaten patentrechtlich geschützt
Diese prägenden Erfahrungen veranlassten ihn zu einer weiteren Erfindung: der Bewegung FAIR-TOO (in 28 Staaten patentrechtlich geschützt). „Das gemeinsame Miteinander muss wieder mehr gestärkt werden – vor allem seit Corona. Das gelingt mit den FAIR-TOO-Werten: Fairness, Aufrichtigkeit, Identifikation, Respekt, Toleranz, Ohne Drogen, Ohne Gewalt. In jeglicher Art des Zusammenkommens – in der Familie oder Schule, im Beruf oder in der Freizeit – ist es wichtig, nach diesen Spielregeln zu handeln. Das gilt für alle“, bringt der 59-Jährige seine Philosophie näher.

„Einnahmen kommen sozialen Projekten zugute“
Mit dem FAIR-TOO-Logo wird ein klares Zeichen gesetzt, diverse Werbematerialien gibt es zu erwerben. „Der Käufer bemüht sich nicht nur, die Spielregeln von FAIR-TOO umzusetzen, sondern betätigt sich auch karitativ. Mit den Einnahmen werden soziale Projekte unterstützt, wie zum Beispiel ,Zillertaler helfen Zillertalern’ oder ,Kinder haben Zukunft’“, so Reiter.

Faires Miteinander fördern
Sein Talent, andere von seinen Ideen zu überzeugen, hat der 59-Jährige beibehalten. In der Hermann Maier-Skischule (Flachau) und in der Skischule Bögei (Filzmoos) von Joe und Christian Salchegger erhalten alle Kinder einen FAIR-TOO-Sticker auf den Helm. Der heimische Rodelverband ist ebenso wie die Marktgemeinde Mayrhofen im Zillertal davon überzeugt. „Die Themen Gruppenbildung, Ausgrenzung sowie Mobbing sind wirklich präsenter denn je. Der FAIR-TOO-Gedanke fördert das Bewusstsein, dass ein faires Miteinander ein wesentliches Qualitätsmerkmal einer humanen Zivilgesellschaft ist. Die Schulleitung wird diese Werte in der täglichen Praxis festigen“, sagt Amtsleiter Wolfgang Stöckl.

Die Liste der Partner ist beachtlich, sie wird laut Reiter aber noch wachsen: „Ich hoffe, noch viele von der Philosophie überzeugen zu können - zum Beispiel Schulen.“ Alle Details: fair-too.com

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