18.01.2022 10:50 |

Maschinen unnutzbar

US-Airlines warnen vor Chaos durch 5G-Ausweitung

US-Fluggesellschaften und Frachtflieger haben vor einer „katastrophalen“ Krise in der Luftfahrtbranche durch die Ausweitung des Mobilfunkstandards 5G gewarnt. Der ab Mittwoch geplante Einsatz des C-Band genannten Frequenzbereiches in den USA könnte viele Maschinen unnutzbar machen und dazu führen, dass Hunderttausende Amerikaner im Ausland strandeten und ein Chaos entstehe, hieß es in einem am Montag veröffentlichten Schreiben mehrerer Konzerne.

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„Solange unsere größten Hubs keine Starterlaubnis haben, muss ein Großteil der reisenden Öffentlichkeit am Boden bleiben“, schrieben die Firmenchefs von unter anderem American Airlines, Delta Air Lines, United Airlines und Southwest Airlines. Inzwischen gibt es bereits Überlegungen, einige internationale Flüge zu stornieren. Allerdings arbeiten die Akteure auch an möglichen Lösungen, um Flugverzögerungen und Ausfälle ab Mittwoch zu verhindern.

Die US-Luftsicherheitsbehörde FAA hat vor möglichen Interferenzen von 5G mit empfindlicher Flugzeugelektronik wie Funkhöhenmessern gewarnt. Davon betroffen sind 137 Maschinen in den USA und 1010 weltweit. Die beiden US-Mobilfunker AT&T und Verizon haben einer Pufferzone um etwa 50 Flughäfen zur Reduzierung von Risiken sowie weiteren Schritten in den nächsten sechs Monaten zugestimmt.

„Störungsfreier“ Betrieb in Österreich
In Österreich, beruhigt das Forum Mobilkommunikation (FMK) als Interessensvertretung der heimischen Mobilfunkanbieter, läuft 5G im besagten C-Band (auf den Frequenzen zwischen 3,4 und 3,8 GHz) schon seit etwa drei Jahren.

Auch der Flughafen Wien und dessen Umgebung werde störungsfrei mit 5G versorgt, was wohl auch daran liege, dass der Frequenz-Abstand zwischen dem Höhenradar und den für 5G genutzten Frequenzen etwa 400 MHz betrage, teilte das FMK in einem Statement mit und verwies dabei zum Vergleich auf den Abstand zwischen UKW-Radiosendern und dem Flug-Sprechfunk, der seit Jahrzehnten nur etwa 10 MHz betrage und ebenfalls völlig störungsfrei funktioniere.

„Weshalb diese, auf die USA beschränkte Diskussion gerade jetzt geführt wird, ist aus technischer Sicht nicht nur von uns nicht nachzuvollziehen“, so ein Sprecher des FMK.

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