21.12.2021 19:00 |

Personalengpass droht

Die Steiermark rüstet sich für die Omikron-Welle

Die angekündigte Omikron-Welle könnte für große Personalausfälle auch in der Steiermark sorgen. Energieversorger, Spitäler, Land und Heer ergreifen schon jetzt Maßnahmen. Doch was genau auf unsere Wirtschaft und Gesellschaft zukommt, steht in den Sternen.

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Ein schnelles Bier nach dem Dienst? Nicht möglich! Wer in der Netzleitwarte der Energie Steiermark, dem Herz der weiß-grünen Energieversorgung, arbeitet, muss sich an strenge Regeln halten. Private Treffen mit Kollegen sind da nicht drinnen - gerade angesichts der neuen, hochansteckenden Omikron-Variante, die Ängste um die Aufrechterhaltung kritischer Infrastruktur schürt.

„Bei uns liegt die Homeoffice-Quote bei fast 80 Prozent, das interne Testangebot wurde ausgebaut, eine externe Firma führt stichprobenartig 3-G-Kontrollen durch - es wurde dabei übrigens kein Mitarbeiter ohne Nachweis angetroffen“, umreißt Energie-Steiermark-Sprecher Urs Harnik Maßnahmen im Unternehmen.

Spitäler-Chef: „Wir können sehr flexibel Ressourcen verschieben“
Zu den verwundbarsten Stellen unserer Gesellschaft zählt auch die Gesundheitsversorgung: „Wir sind in der Lage, durch unser großes Netzwerk an Spitälern sehr flexibel und kurzfristig Ressourcen zu verschieben“, will Kages-Vorstand Ernst Fartek keine panikartige Stimmung aufkommen lassen.

Experten warnen auch vor großflächigen Personalausfällen bei der Polizei: „Eine gewisse Personalreserve ist vorhanden, wir müssen abwarten und flexibel reagieren“, sagt Fritz Grundnig, Sprecher der Landespolizeidirektion. Bisher sei es in der Pandemie - trotz vieler zusätzlicher Aufgaben - gelungen, den Dienstbetrieb stets aufrecht zu erhalten.

Cluster in Kasernen sollen vermieden werden
Das gilt auch für das Bundesheer, das oft einspringt, wenn Not am Mann ist, etwa beim Contract Tracing oder bei Logistikaufgaben. Damit das so bleibt, muss das Virus so gut es geht von den Kasernen ferngehalten werden. „Homeoffice, Schichtbetrieb und Schutzeinrichtungen am Arbeitsplatz“, zählt Gerhard Schweiger vom Militärkommando einige Maßnahmen auf. Er betont auch: „Cluster ist noch keiner entstanden.“

Im Landesdienst gelten strenge Regeln
Essenziell im Getriebe der Steiermark ist auch die Landesverwaltung. Laut Landesamtsdirektorin Brigitte Scherz-Schaar gelten seit Wochen strenge Sicherheitsstandards: „Büros sollen nur einzeln besetzt sein, abseits des Arbeitsplatzes gilt eine Maskenpflicht, Teams sollen sich nicht begegnen.“ Man sei auch dafür gerüstet, falls viele Mitarbeiter in Quarantäne müssen: „Die Telearbeit wurde ausgebaut, alle können von zu Hause aus arbeiten.“

Und im ORF-Landesstudio wird Homeoffice und die Trennung der Produktionsteams ab dem 24. Dezember verstärkt. Vorerst gelten diese verschärften Maßnahmen bis 16. Jänner.

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