07.12.2021 08:01 |

„Truth Social“

US-Börsenaufsicht knöpft sich Trump-Netzwerk vor

Ex-US-Präsident Donald Trump ist mit seinem neuen Online-Projekt ins Visier der Börsenaufsicht SEC geraten. Die Behörde nimmt die Firma unter die Lupe, über die Trump sein soziales Netzwerk „TRUTH Social“ als Twitter-Konkurrent an die Börse bringen will. Die Gesellschaft mit dem Namen Digital World Acquisition (DWAC) teilte am Montag mit, ein Auskunftsersuchen der SEC erhalten zu haben.

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

Unter anderem verlange die Aufsicht Informationen über die Kommunikation mit Trumps Unternehmen. Sie schaue sich auch den Handel mit Aktien von DWAC an vor dessen Ankündigung, mit der Trump Media & Technology Group (TMTG) zusammenzuarbeiten.

TMTG soll über die Fusion mit der Digital World Acquisition durch die Hintertür an die US-Technologiebörse Nasdaq gebracht werden. Hinter DWAC steht der ehemalige Deutsche-Bank-Investmentbanker Patrick Orlando. DWAC hat 293 Millionen Dollar (knapp 260 Millionen Euro) eingesammelt, die Trumps neuem Netzwerk zur Verfügung gestellt werden sollen. DWAC-Aktien hatten bei dem ursprünglichen Geschäft mit Trump Media im Oktober einen Wert von 10 Dollar. Am Montag notierten sie bei 42,60 Dollar.

Trumps Twitter-Konkurrent soll im ersten Quartal 2022 an den Start gehen. Die sogenannten SPAC (Special Purpose Acquisition Companies), über die der Börsengang ermöglicht werden soll, sind nicht ohne Risiko. Investoren der leeren Börsenhülle - in diesem Fall DWAC - wissen im Vorfeld in der Regel nicht, mit welcher Firma die Gesellschaft fusioniert. Ein vom Banker Orlando in China initiiertes SPAC war kürzlich gescheitert, weil Anleger wieder abgesprungen waren.

„Tyrannei“ beenden
Trump hatte im Oktober angekündigt, er wolle ein alternatives soziales Netzwerk namens „Truth Social“ gründen - unter dem Dach des Medienunternehmens. Ziel sei es, der „Tyrannei“ der großen Tech-Unternehmen die Stirn zu bieten. Trump reagierte mit dem Schritt auf seinen Rauswurf bei etablierten sozialen Medien. Twitter wie auch Facebook und YouTube hatten Trumps Konten im Jänner kurz vor dem Ende seiner Amtszeit gesperrt. Auslöser war die Erstürmung des US-Kapitols durch Anhänger Trumps - und die Tatsache, dass er Sympathie für die Angreifer bekundete. 

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Dienstag, 25. Jänner 2022
Wetter Symbol