„Krone“-Kolumne

Diego Maradonas Villa unter dem Christbaum

„Krone“-Vizesportchef Peter Moizi schreibt in der Kolumne „Stopplicht“ über eine verrückte Weihnachtsauktion in Argentinien.

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Stars spenden Utensilien für die Versteigerung von „Licht ins Dunkel“, bei anderen Charitys kommen Skier von Wintersport-Helden oder Trikots von David Alaba und Marko Arnautovic unter den Hammer.

Die wohl verrückteste Auktion geht am 19. Dezember in Argentinien über die Bühne. Versteigert wird der Nachlass von Diego Maradona. Zum Beispiel eine Stadtvilla in Buenos Aires, ein Strandhaus, mehrere Autos, darunter ein BMW mit illegal eingebautem Blaulicht, Trainingsanzüge oder Krawatten. Der Erlös kommt keinem guten Zweck, sondern Gläubigern zugute. Weil der vor einem Jahr verstorbene Fußball-Künstler einen Schuldenberg von 86 Millionen Euro hinterlassen haben soll ...

Drogen-Exzesse, Liebes-Affären, uneheliche Kinder, ein völlig überzogener Lebensstil besiegelten den Ruin. Nur dubiose Manager scheffeln mit der Marke Maradona weiter Millionen. Anlässlich seines Todestages beleuchtet Amazon Prime in einer Serie „Leben wie im Traum“ Maradonas Wahnsinn. Goldene Momente und tragische Ereignisse - eine spannende, aber auch deprimierende Reise durch Diegos Leben.

So authentisch und unverbraucht sich die Sportwelt in den 70er- bis 90er-Jahren auch gab, so ungeschützt waren ihre Aushängeschilder in der Öffentlichkeit. Fans zogen Maradona in Restaurants beinahe aus, Paparazzi fotografierten bis ins Schlafzimmer. Die Nähe raubte den Stars zwar die Privatsphäre, schenkte ihnen aber einen Idolstatus, der heute für die meisten „Erben“ unerreichbar bleibt.

Peter Moizi
Peter Moizi
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