Werte steigen rasant

Immer mehr Corona-Fälle in NÖ-Schulen bekannt

Neue Erhebungen des niederösterreichischen Landessanitätsstabs zeigen jetzt klar: Das Infektionsgeschehen in den Schulen hat sich zuletzt vervielfacht. Undurchsichtig bleibt für Lehrer, Schüler und Eltern indes das Regel-Chaos rund um die Bildungshäuser. 

Keine Altersgruppe steckt sich derzeit häufiger mit dem Coronavirus an, als jene der Kinder und Jugendlichen. Bundesweit liegt der Sieben-Tage-Inzidenzwert dieser Altersgruppe sogar bei rund 2400. „Offene Schulen sind und bleiben unsere oberste Prämisse“, wurde von den NÖ-Bildungspolitikern stets beteuert. Ob das noch lange gut gehen kann, darf angesichts der neuesten Infektionsstatistiken arg bezweifelt werden. In nur etwas mehr als drei Unterrichtswochen seit den Herbstferien hat sich die Zahl der Fälle in Bildungseinrichtungen vervielfacht.

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Wir haben noch keine Informationen aus dem Ministerium und werden das Contact Tracing in den Schulen daher auch weiterhin betreiben.

Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ)

Am 22. Oktober lagen die absoluten Fallzahlen in Kindergärten noch bei 129, in Schulen bei 1232 und an Hochschulen und Universitäten bei 49 Betroffenen. Mittlerweile liegen die Werte bei 634, 4264 und 131 Infizierten. Einzig bei Universitäten wurde zuletzt ein kleinerer Rückgang verzeichnet. Das, so wissen die Gesundheitsexperten, liegt aber vor allem daran, dass dort vor mehreren Wochen komplett in die Fernlehre gewechselt wurden. Nichtsdestotrotz wolle man, wie Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig auf „Krone“-Anfrage erklärt, anders als andere Bundesländer, noch am Contact-Tracing festhalten.

Aufregung in Berufsschule
Weit weg vom Unterricht zuhause ist man hingegen in den Berufsschulen. Dort läuft weiter Normalbetrieb, auch die Wohnheime sind großteils voll belegt – und das, obwohl viele Schüler sich dort unsicher fühlen. Aufgrund von Fahrtzeiten von teils mehreren Stunden seien aber viele auf das Internat angewiesen, zudem besteht die Gefahr, in den ohnehin nur zehn Wochen andauernden Einheiten ohne Anwesenheit zu viel zu verpassen. Verschärft wird die Problematik durch eine teils katastrophale Kommunikation, wie etwa in Theresienfeld im Bezirk Wiener Neustadt.

Wirrwarr um Lehrer-Feedback
Dort wurde Schülern schriftlich mitgeteilt, dass sie zwar zuhause lernen können, aber keinerlei Anspruch auf eine Rückmeldung durch die Lehrkräfte haben. „Wir haben mit der Direktion Rücksprache gehalten. Natürlich bekommen Schüler Rückmeldungen, die Info-Mail wird geändert“, heißt es aus der Bildungsdirektion. Dort betont man auch, dass man auch in den Wohnheimen auf größtmögliche Hygiene achte.

Thomas Werth
Thomas Werth
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