25.11.2021 15:00 |

Salzburg Airport

Juristen sollen Millionen retten

Der krisengebeutelte Salzburg Airport zeigt sich kämpferisch: Aufsichtratschef Christian Stöckl denkt nun laut darüber nach, in puncto der verwehrten Corona-Hilfsgelder doch juristische Schritte einzuleiten – stolze 12 Millionen Euro an beantragten Mitteln wurden abgelehnt. Indes bleiben die Mitarbeiter in Kurzarbeit.

Der harte Lockdown hat den Salzburg Airport wieder einmal im Griff: Der Flugplan wird wieder dünner, die Kurzarbeit für die rund 360 Mitarbeiter nun doch nicht beendet. „Wir wollten ursprünglich mit 30. November vorzeitig heraus gehen und hatten das unseren Leuten bereits mitgeteilt. Wir brauchen den Dezember traditionell, um uns gut auf die Wintersaison vorzubereiten“, sagt Geschäftsführerin Bettina Ganghofer der „Krone“.

Nun bleibe man aber Lockdown-bedingt doch wie ursprünglich geplant bis 31. Dezember in der Kurzarbeit. Ob der Airport auch im ersten Quartal 2022 seine Mitarbeiter wieder dafür anmelden wird, lasse sich momentan nicht abschätzen.

Für den Flughafen ist das längst nicht die einzige Unbekannte. Die Salzburger kämpfen seit dem Frühjahr um gut 12 Millionen Euro an Corona-Hilfsgeldern, wie den Verlustersatz und Fixkostenzuschuss. Bisher blieben dem Airport die Mittel verwehrt, da er zu 100 Prozent in öffentlicher Hand ist (75 Prozent Land, 25 Prozent Stadt). Bisher bekamen die Salzburger „nur“ Kurzarbeitshilfen und teils Umsatzersatz.

Antwort aus Ministerium lässt auf sich warten
Und das ärgert in der Innsbrucker Bundesstraße : Etwa auch auch der Flughafen Wien-Schwechat hat die Corona-Hilfen bekommen, da der auch private Miteigentümer hat. Gespräche auf Bundesebene dazu haben keine Einigung gebracht. Aufsichtsratschef Christian Stöckl (ÖVP) denkt laut über rechtliche Schritte nach. „Wir haben leider noch keine Antwort aus dem Finanzministerium. Der juristische Weg wird uns wohl nicht ausbleiben“, sagt Stöckl. Die Juristen würden bereits einen Schriftsatz vorbereiten – zuvor wolle man noch einmal Kontakt mit dem Bund aufnehmen.

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Salzburg-Krone
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