Schande von Lyon

Flaschenwurf-Fall: „Frankreich lernt nicht daraus“

Frankreichs Sportministerin Roxana Maracineanu hat die neuerliche Fan-Gewalt, die zum Abbruch der Partie Lyon gegen Marseille geführt hat, heftig kritisiert. „Das, was in Lyon passiert ist, ist nicht hinnehmbar“, sagte die Ministerin am Montag. „Wir können es nicht zulassen, dass Spieler derart angegriffen werden. Solche Vorfälle müssen mindestens zum automatischen Abbruch der Spiele führen.“ Die Pressenreaktion war verhheerend: Frankreich lerne nichts aus den jüngsten Fällen, schrieb eine spanische Zeitung.

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Nachdem am Sonntagabend bei der Partie zwischen Olympique Lyon und Olympique Marseille der französische Nationalspieler Dimitri Payet durch den Wurf einer vollen Wasserflasche am Kopf getroffen worden war, wurde die Partie zunächst unterbrochen und nach fast zwei Stunden schließlich ganz abgesagt. „Ich denke zunächst an den angegriffenen Spieler. Dimitri Payet hat meine volle Unterstützung“, sagte die Ministerin. „Wir brauchen Sanktionen und eine allgemeine, sofortige und radikale Bewusstseinsbildung aller Akteure im Fußball.“

Marseilles Mittelfeldspieler Payet wollte in der vierten Minute einen Eckball von der linken Seite ausführen, als den 34-Jährigen die Flasche hinter dem linken Ohr traf. Schon vor der Ecke war das Spiel kurz unterbrochen, weil die Lyon-Fans dort Gegenstände in Richtung Spielfeld geworfen hatten. Nach mehr als einer Stunde kamen die Spieler zum Aufwärmen auf den Platz zurück. Zu einem erneuten Anpfiff kam es dann aber doch nicht.

Frankreich lernt aus diesen Vorfällen nicht, schrieb die katalanische Zeitung „Sport“, in Anspielung auf die jüngsten Skandal-Spiele in der Ligue 1. Erst vor einigen Wochen wurde eine Partie des OGC Nizza wegen Fan-Gewalt unterbrochen.

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