08.11.2021 10:00 |

Regionalliga-Noten

Nur einer hat sich das „Sehr gut“ verdient

Viel Durchschnitt und zwei Ausreißer: die Noten für die Mannschaften. Die St. Johanner überraschen auch die hoch gehandelten Einser-Schüler. Der einstige Regionalliga-Dominator SAK erhält indes die Höchststrafe.

Langsam hält der Winter Einzug im Salzburger Land. Das bedeutet, dass der Herbst, das erste Semester, in der Regionalliga Salzburg vorbei ist. Bevor es für die Teams in die Ferien geht, bekommen sie von der „Krone“ noch ein Zeugnis.

Sehr gut: St. Johann.

Kaum einer (außer Grünau-Coach Aigner) dachte an eine derart gute Leistung der Pongauer. Engagiert und ehrgeizig zeigte sich das Wolfsrudel unter Dompteur Ernst Lottermoser – ein echter Musterschüler. Der sich so ein „Stipendium“ in der Westliga selbst erarbeitete.

Gut: Austria Salzburg.

Als Einser-Kandidat ins Jahr gestartet, war die violette Mitarbeit nicht immer gut. Die wichtigsten Prüfungen bestand die Schaider-Crew aber souverän.

Befriedigend: Kuchl, Anif, Seekirchen.

Kuchl verkraftete den Abgang von Matthias Seidl gut, ließ aber zu oft Punkte liegen. „Es wäre mehr möglich gewesen“, stöhnte Coach Mario Helmlinger. Mit neuem Trainer brauchte Anif Zeit, um in Schwung zu kommen. Ein Glück für die Kletzl-Crew war auch, dass es eine direkte Zugverbindung in die Schweiz gibt, der dorthin abgewanderte Knipser Enis Kuka so weiter treffen konnte. Zu Hause hui, auswärts pfui – das trifft auf Seekirchen zu. Sechs der sieben Saisonsiege wurden am Wallersee geholt.

Genügend: FC Pinzgau Saalfelden, Bischofshofen, Grödig, Wals-Grünau.

Zu viele Minus handelte sich der FC Pinzgau ein. Mit Zweitliga-Ambitionen gestartet, blieb Saalfelden am Ende weit hinter den Erwartungen. Bischofshofen greift ab Winter mit dem neuen „Klassensprecher“ Andi Fötschl an. Auf stärkere Leistungen folgten zu oft große Patzer. Grödig kann man als Spätzünder bezeichnen. Mit Platz vier in der Rückrunden-Tabelle zeigte der Ex-Bundesligist, dass viel Potenzial in ihm schlummert. Wals-Grünau steht genau da, wo man sie erwartet hat. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Nicht genügend: SAK.

In einem normalen Jahr wäre in Nonntal längst Feuer am Dach. 42 Gegentore in 18 Spielen bei schlappen zwei Siegen. Die Mahnung für den SAK ist am Weg, der Fünfer kann aber ausgebessert werden. In der Winterpause stehen einige Nachhilfestunden an.

Fazit: Ein Notendurchschnitt von 2,9 ist nach der langen Corona-Pause durchaus akzeptabel. Belohnungszuckerl haben sich aber nur die wenigsten verdient.

Sebastian Steinbichler
Sebastian Steinbichler
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