So, 23. September 2018

"Auftrag erfüllt"

01.04.2011 10:55

Paukenschlag in Hütteldorf: Hörtnagl tritt zurück

Alfred Hörtnagl hat am Freitag seinen Rücktritt als Sportdirektor des SK Rapid bekannt gegeben. Wie der Verein am Vormittag mitteilte, hat Alfred Hörtnagl sein Amt zur Verfügung gestellt, die Agenden des Tirolers wird interimistisch Teammanager Stefan Ebner übernehmen. Die am Donnerstag erfolgte Verpflichtung von Wiener Neustadts Mittelfeldspieler Guido Burgstaller bleibt damit die letzte Amtshandlung Hörtnagls in Hütteldorf.

Auf der Website von Rapid findet sich folgende Stellungnahme: "Ich sehe meinen Auftrag beim SK Rapid als erfüllt. Es war mein Ziel die Philosophie der Ausbildung und Entwicklung im Programm Pro Rapid mit einer ganzheitlichen Entwicklung von Nachwuchsspielern bis zum Profi durch eine Strukturanpassung umzusetzen. Darüber hinaus können sich auch die sportlichen und wirtschaftlichen Erfolge der letzten Jahre sehen lassen. Dies zusammen ist ein Stück Erfolgsgeschichte und ich übergebe eine gute Basis, auf welcher der Verein weiteraufbauen kann. Ich möchte mich auf diesem Weg beim Präsidium, der Mannschaft allen Mitarbeitern und bei den Fans des SK Rapid für die unvergessliche Zeit in Hütteldorf bedanken. Rapid wird immer einen wichtigen Platz in meinem Herzen haben und ich wünsche dem Klub für seine Zukunft nur das Allerbeste!"

Edlinger sucht neuen Sportdirektor
Bei einer Pressekonferenz am Freitag stellte sich heraus, dass Rapid bereits seit mehreren Wochen von den Plänen des 44-Jährigen wusste. Klubpräsident Rudolf Edlinger: "Ich wusste bereits seit rund einem Monat von Hörtnagls Entschluss, habe seine persönlichen Gründe aber nicht zu kommentieren. Ich habe ihn sehr geschätzt und bedaure die Entscheidung sehr."

Ebner hilft kurz aus
Ein Nachfolger wird bereits gesucht und soll "so schnell wie möglich" präsentiert werden. Das Anforderungsprofil sei jedenfalls klar: "Er muss eine anerkannte Rapid-Vergangenheit haben, die Aura des Klubs kennen. Er muss ein anerkannter Fachmann sein, der sich weiterentwickelt hat. Und er muss den Markt kennen und wirtschaftliche Zusammenhänge bewerten können." "Ich habe schon einige im Auge", sagte Edlinger, der interimistisch auf den langjährigen Teammanager Stefan Ebner setzt: "Er kennt sich ausgezeichnet aus, wir werden in dieser wichtigen Phase in kein schwarzes Loch fallen."

Kein Kommentar von Pacult
Hörtnagl selbst war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Immer wieder waren in der Vergangenheit aber Differenzen zwischen Hörtnagl und Trainer Peter Pacult kolportiert worden. "Meinungsverschiedenheiten und Diskussionen sind gut, wenn das Ergebnis stimmt. Und die Arbeit von Hörtnagl und Pacult war hervorragend", betonte Edlinger. Pacult selbst ließ sich zum Ende der Ära Hörtnagl nichts entlocken. "Dazu brauche ich nichts zu sagen."

Die Rolle der Harmonie zwischen dem Neuen und dem Coach wollte Edlinger nicht überbewertet wissen. "Wir werden niemanden verpflichten, der mit dem Trainer verheiratet ist."

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