18.10.2021 07:00 |

Nach Brand in Kössen:

„Pionierarbeit bei Akkus stößt an Grenzen“

Warum löste ein Akku die Zerstörung einer ganzen Firmenhalle aus? Nach dem Großbrand bestätigt man bei Seda in Kössen ein defektes Batteriemodul als Ursache und räumt ein: „Bei Pionierarbeiten kann es leider zu unerwünschten Rückschlägen kommen.“ Intensiv arbeite man an einem Sicherheitskonzept für die Branche.

„Ein Akku zersetzte, fing Feuer und löste dann den Großbrand der Halle aus“, sagte Polizei-Brandermittler Wolfgang Span nach seinem Lokalaugenschein der „Krone“. Laut Befragungen war gerade kein Mitarbeiter im Raum, als das Akkumodul Feuer fing. Daraufhin wurde auch ein Tesla, der gerade auf einer Hebebühne stand, schwerst beschädigt. Ebenso die gesamte Firmenhalle. Beim Unternehmen Seda, das Recycling-Anlagen und diesbezügliche Ausrüstungen produziert, rauchen seitdem die Köpfe. Was sind die technischen Hintergründe? Kann so etwas jedem Elektrofahrzeug-Besitzer passieren? Der Firmenchef verweist dazu auf eine Stellungnahme auf der Homepage.

Früherkennung von Gefahren ist der Fokus
Demnach arbeitet Seda seit Monaten eng mit Behörden, Instituten und Firmen zusammen, um bei der Früherkennung von eventuellen Gefahren durch batteriebetriebene Fahrzeuge mitzuwirken. „Wir, die wir uns auf diesem Gebiet ein großes Wissen angeeignet haben und entsprechend der Richtlinie R19 handeln, sind hier an Grenzen gestoßen. Wir sind uns den Gefahren von Energiespeichern sehr wohl bewusst, aber bei Pionierarbeiten kann es leider zu unerwünschten Rückschlägen kommen.“ Statt aufzugeben fühle man sich jetzt noch mehr angetrieben, Lösungen zu finden, – „nicht nur in der Theorie“.

Sicherheitskonzept in Ausarbeitung
Konkret gehe es nun mit aller Kraft an die Ausarbeitung von Sicherheitsrichtlinien für alle. Dazu sei Seda in enger Zusammenarbeit mit der AUVA (Allgemeine Unfallversicherungsanstalt). „Unser Ziel ist es, bis zum März 2022 ein genehmigtes Sicherheitskonzept für Kfz-, Karosserie- und Reparaturbetriebe vorliegen zu haben“ erläutert Seda-Mitarbeiter Andreas Bergmann.

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