Rekordserie gerissen

Italien-Pleite: Mancini schimpft über eigene Fans

Das 1:2 gegen Spanien im Halbfinale der Nations League in Mailand, die erste Niederlage nach mehr als drei Jahren, sorgt in Italiens Nationalteam für keine Besorgnis. Verärgert reagierte Teamchef Roberto Mancini jedoch auf die Pfiffe des Mailänder Publikums für Ex-Milan-Torhüter Gianluigi Donnarumma.

Er war im Sommer ablösefrei zu Paris Saint-Germain gegangen. Der 22-Jährige schien von den Unmutsäußerungen irritiert. In der ersten Halbzeit verschuldete er fast ein Gegentor, als er den Ball durch die Hände gleiten ließ. „Sie hätten diese ganze Situation einen Abend lang vergessen können. Sie können pfeifen, wenn PSG gegen Milan spielt. Italien ist Italien, das kommt über allem anderen“, grantelte Mancini über das Verhalten der Fans.

37 Spiele ohne Niederlage hatten die „Azzurri“ seit einem 0:1 gegen Portugal im September 2018 absolviert und damit einen Rekord aufgestellt. Genau drei Monate ist es her, als das 4:2 der Italiener gegen Spanien im Elferschießen in London den vorletzten Schritt zum EM-Titel bedeutete. Beim Wiedersehen im San Siro war die sportliche Relevanz nicht annähernd so hoch, und doch ging es neben einem Platz im Finale am Sonntag an selber Stelle auch ums Prestige.

„Es ist besser, heute Abend zu verlieren“
Mancini sah den Ausschluss von Leonardo Bonucci kurz vor der Pause (42.) als spielentscheidend. Der 35-jährige Verteidiger attackierte mit dem Ellenbogen voraus ungeschickt und fing sich damit zum zweiten Mal Gelb ein. „Ich will niemandem die Schuld geben, aber der Ausschluss hat die Partie beeinflusst“, sagte Mancini. Die Niederlage gegen starke Spanier würde sein Team aber „nur stärker machen“, hielt er fest. „Es ist besser, heute Abend zu verlieren, als in einem EM- oder WM-Finale“, meinte Mancini zum Ende der Rekordserie.

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