06.10.2021 11:25 |

In Tirol

25.000 Covid-Kontrollen führten zu 64 Anzeigen

Die Tiroler Gesundheitsbehörden und die Exekutive legten im September eine Schwerpunktaktion zur Einhaltung der Covid-19-Maßnahmen. Unter anderem wurden 3G-Nachweise auf ihre Echtheit überprüft. LH Günther Platter (ÖVP) zeigt sich mit dem Ergebnis zufrieden, Landespolizeidirektor Edelbert Kohler wendet sich mit einem Appell an die Tiroler Bevölkerung. 

Es ist nicht immer ganz so einfach, den Überblick über die aktuell gültigen Covid-19-Maßnahmen zu behalten – die „Krone“ berichtete. Doch man ist gut beraten, sich detailliert zu informieren, denn die Tiroler Gesundheitsbehörden setzen in Kooperation mit der Polizei laufend auf Schwerpunktkontrollen zur Einhaltung der Corona-Maßnahmen.

Täglich 150 Handelsbetriebe im Visier
Nun liegen die Zahlen für den vergangenen September vor. Die Tiroler Polizei führte mehr als 25.000 Covid-19-Kontrollen durch. Das Ergebnis: 64 Anzeigen und Organmandate. Am 15. September wurden bekanntlich die Kontrollmaßnahmen durch Anordnung des Gesundheitsministeriums vom Lebensmittelhandel auf den sonstigen Handel ausgeweitet. Kunden, die weder geimpft noch genesen sind, müssen seither dort eine FFP2-Maske tragen. Von der Exekutive werden dazu in ganz Tirol in enger Abstimmung mit den zuständigen Gesundheitsbehörden tagtäglich rund 150 Handelsbetriebe kontrolliert.

Beamte fanden auch zwei Totalfälschungen
Ein weiterer Bereich, der im Visier der Beamten ist, ist das Überprüfen der Echtheit von 3G-Nachweisen. Gemeinsam mit einer neu aufgestellten Bereitschaftseinheit sieht sich die Kriminalpolizei im Rahmen von Schwerpunktaktionen 3G-Nachweise im Detail an.

Im September wiesen Personen in insgesamt vier Fällen den Polizisten gefälschte bzw. verfälschte 3G-Nachweise vor. Bei zwei Nachweisen handelte es sich sogar um Totalfälschungen, was zu Anzeigen wegen des Verdachtes der Urkundenfälschung an die Staatsanwaltschaft Innsbruck – es droht eine Geldstrafe bis zu 720 Tagsätzen oder eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr – sowie zu Verwaltungsanzeigen unter anderem nach der Covid-19-Maßnahmenverordnung führte.

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Das Fälschen von Impf- oder Testnachweisen ist kein Kavaliersdelikt.

Landespolizeidirektor Edelbert Kohler

„Keine Fotos Ihres Impfpasses posten“
„Das Fälschen von Impf- oder Testnachweisen ist kein Kavaliersdelikt. Die ertappten Personen müssen mit empfindlichen verwaltungs- und strafrechtlichen Folgen rechnen“, klärt Landespolizeidirektor Edelbert Kohler auf und wendet sich zugleich mit einem Appell an die Bevölkerung: „Bitte posten Sie auf keinen Fall Fotos Ihres Impfpasses in den Sozialen Medien, denn damit liefern sie Betrügerinnen und Betrügern Ihre Daten quasi frei Haus.“

„Bevölkerung hält sich großteils an die Vorgaben“
Zufrieden mit den Ergebnissen der September-Kontrollen zeigt sich LH Günther Platter: „Die Bevölkerung hält sich großteils vorbildlich an die Vorgaben. Insofern gilt mein großer Dank den Tirolerinnen und Tirolern für die Einhaltung und das Mittragen der Maßnahmen. Die Bekämpfung der Pandemie geht jede und jeden an und kann nur gemeinsam geschafft werden.“

Auch für die Exekutive findet Platter lobende Worte: „Ein Vergelt’s Gott gilt auch den Beamtinnen und Beamten, die tagtäglich im Einsatz stehen, diese Kontrollen professionell und mit Augenmaß durchführen und somit für die Sicherheit der Bevölkerung sorgen.“

Kontrollen werden auch weiterhin durchgeführt
Achtung: Die Tiroler Gesundheitsbehörden und die Exekutive betonen inständig, dass sie den Kontrolldruck auch weiterhin aufrecht erhalten werden.

Markus Gassler
Markus Gassler
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