Auch Störche getötet?

Fischer-Vizeobmann unter schlimmem Verdacht

Unfassbar, was der Vizeobmann eines Fischervereins in Oberösterreich aufgeführt haben soll. Er wird verdächtigt, seit 2016 am Gelände der Fischzuchtanlage mindestens 24 Tiere getötet zu haben, darunter drei streng geschützte Schwarzstörche. Der Skandal flog auf, als Zeugen sahen, wie er einen Schwarzstorch abschoss.

Diese Aufzählung bildet wahrscheinlich nur die Spitze des Eisbergs, ist aber schlimm genug: Eine Katze, zwei Wildenten, neun Fischotter, acht Fischreiher, drei Schwarzstörche und einen Iltis oder Marder – diese 24 toten Tiere soll der 66-Jährige am Kerbholz haben. Er fing sie laut Polizei teilweise mit verbotenen Tellereisen, erschoss die Tiere mit einem Kleinkalibergewehr, vergiftete sie mit Eisenhut-Extrakt oder brachte sie mit selbst gebastelten Sprengfallen um.

Eine Wildente hinterließ neun Küken, die der Verdächtige dann ihrem Schicksal überlassen haben soll.

21 Teiche gepachtet
Der 66-Jährige ist Vizeobmann eines Fischervereins, der 21 Teiche von den Bundesforsten gepachtet hat. Am 12. Mai soll der Verdächtige vor den Augen eines Nachbarpaars einen Schwarzstorch erschossen haben. Als diese den Vogel sichern wollten, entriss ihnen der 66-Jährige seine „Beute“ und flüchtete. Er wurde in Windischgarsten von der Polizei erwischt. Den Vogel hatte er inzwischen offenbar „entsorgt“.

Es hagelt Anzeigen: Tierquälerei, Eingriff in fremdes Jagd- und Fischereirecht, vorsätzliche Schädigung des Tier- und Pflanzenbestands, Nötigung, fahrlässige Körperverletzung und Sachbeschädigung.

Christoph Gantner
Christoph Gantner
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Freitag, 17. September 2021
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