Empörung und Wut

WM-Gastgeber Katar flog Taliban-Chef in die Heimat

Nicht mehr lange, dann trägt das islamische Emirat Katar die Fußball-Weltmeisterschaft aus, am 21. November 2022 wird das Großereignis losgehen und am 18. Dezember 2022 mit dem Finale ein Ende finden. Vielleicht aber auch nicht, denn rund um die Machtergreifung der radikal-islamistischen Taliban in Afghanistan tut sich nun wegen eines besonderen „Flugzeug-Passagiers“ womöglich eine neue Front gegen Katar als Ausrichter der WM auf …

Vor allem in Deutschland sorgt der Umstand, dass Katar zu einer Zeit, in der viele Staaten Evakuierungsflüge aus Afghanistan durchführen, einen Taliban-Oberen INS Krisen-Land einfliegen lässt, für Unmut, Empörung und Wut. Mit Mullah Abdul Ghani Baradar wurde der politische Führer der Mittelalter-Islamisten aus dem Exil in die Heimat gebracht. In einem Flugzeug der katarischen Luftwaffe.

Freilich: Allzu groß kann die Überraschung über ein derartiges Szenario nicht sein, befand sich Mullah Baradar doch jahrelang im Exil in (!) Katar. Eine große Gegnerschaft zu den Taliban kann man Katars Führung wohl eher nicht vorwerfen …

Vor diesem Hintergrund meinte denn auch der deutsche Grünen-Politiker und Sicherheitsexperte Tobias Lindner gegenüber der „Bild“: „Die Unterstützung der Taliban durch Katar zeigt erneut, welch falsche Entscheidung die WM-Vergabe dorthin war.“

Sein FDP-Kollege Bijan Djir-Sarai ergänzte: „Taliban-Unterstützer können nicht Ausrichter eines der wichtigsten Sport-Ereignisse der Welt sein.“ Spätestens am 21. November 2022 wird man sehen, ob dem nicht vielleicht doch so ist …

krone Sport
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Samstag, 25. September 2021
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