Die Ablehnung der Sony-App passt auch zu jüngsten Berichten, wonach Apple Verlegern den direkten Verkauf von Zeitungs- und Magazin-Abos für das iPad an iTunes vorbei untersagen wolle. Unklar ist noch, ob von dem neuen Kurs auch die Kindle-App von Amazon betroffen ist. Der Online-Händler ermöglicht mit diesem Programm seinen Kunden, im Web gekaufte eBooks auch auf dem iPhone und dem iPad zu lesen.
Apple fährt mit seiner neuen Geschäftspolitik einen riskanten Kurs: Der Streit könnte Inhalteanbieter in die Arme der konkurrierenden Android-Plattform von Google treiben. Zahlreiche Tablets mit dem Betriebssystem stehen gerade in den Startlöchern. Zudem möchte auch Google Berichten zufolge eine Art Kiosk für Medieninhalte einrichten.
Derzeit dominiert aber Apple den Tablet-Markt noch deutlich. Wenn die Rechnung von Apple aufgeht und das iPad so erfolgreich bleibt, dass für die Verleger kein Weg an der Plattform vorbeiführt, wird der US-Konzern an allen Transaktionen mitverdienen. Apple behält bei jedem iTunes-Kauf 30 Prozent ein. Aus diesem Geld wird allerdings auch der Betrieb der Plattform sowie das Inkasso der Beträge finanziert.









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