10.06.2021 09:01 |

Arbeit bis 2025

Der Karawankentunnel verbindet seit 30 Jahren

Der Bau des Karawankentunnels brachte Bauherren und Arbeiter an ihre Grenzen. Am Sonntag, 1. Juni 1991, konnte die 7,8 Kilometer lange Röhre für den Verkehr freigegeben werden. Viele Jahre wurde ein Sicherheitsausbau für den einröhrigen Tunnel gefordert. Mittlerweile werden von Kärnten und Slowenien aus die Arbeiten für die zweite Röhre fleißig vorangetrieben.

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Nur wenige Politiker haben an der offiziellen Eröffnung des Tunnels am 1. Juni 1991 teilgenommen - Grund war die Jugoslawienkrise. Als Kärntens Vertreter erschien damals Landeshauptmannstellvertreter Christof Zernatto. Überrascht hat die Teilnahme des slowenischen Ministerpräsidenten Lojze Peterle. Beide Politiker bezeichneten den Tunnel damals als „erstes Tor zwischen Mittel- und Südeuropa, welches auf beiden Seiten für eine wirkliche Verkehrsentlastung sorgen“ würde.

Mit den Jahren wurde der einröhrige Tunnel jedoch vor allem im Urlauberreiseverkehr zum Nadelöhr. Viele Jahre wurde daher für den Bau einer zweiten Röhre gekämpft.

Im September 2018 war es schließlich soweit: Der Anschlag zur zweiten Tunnelröhre erfolgte. „Trotz der Corona-Pandemie liegen wir erfreulicherweise voll im Zeit- und im Kostenplan, und das ist auch angesichts der herausfordernden Ingenieursleistung überaus beachtlich“, sagt Andreas Fromm, der Bau-Geschäftsführer der Asfinag. Derzeit liegt der Vortrieb bei 4061 Meter. Die Verkehrsfreigabe des Vollausbaus ist für September 2025 geplant.

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